Ratgeber zur Bewerbung für Trainees und Berufseinsteiger

Muss man in der Bewerbung die Anlagen auflisten?

Alles zum Anlagen auflisten
Du hast eine spannende Trainee Stelle entdeckt und willst nun deine Unterlagen einschicken. Bei den Zeugnissen stehst du jetzt vor einem Dilemma: Solltest du in der Bewerbung die Anlagen auflisten oder besser nicht? Und vor allem: An welcher Stelle wäre dieses kleine Inhaltsverzeichnis an der richtigen Stelle? Hier gibt es gegenläufige Meinungen, aber am besten ist es bei Bewerbungen immer, sich an den Grundsatz „weniger ist mehr“ zu halten. Schau erst einmal nach, wie viele Anlagen du überhaupt mitschicken möchtest.

Bewerbung: Anlagen auflisten häufig überflüssig

Bewirbst du dich auf eine Trainee Stelle, liegt dein Studienabschluss im Normalfall noch nicht allzu lange zurück. Dein Abschlusszeugnis gehört in die Bewerbungsmappe. Mit großer Wahrscheinlichkeit hast du innerhalb der letzten zehn Jahre deinen Schulabschluss gemacht. Das entsprechende Zeugnis fügst du auch den Anlagen hinzu – ist dein Schulabschluss länger her und kannst mit verschiedene Arbeitszeugnisse anbieten, musst du dein Schulabschlusszeugnis nicht mehr mitschicken. Hast du während deines Studiums einschlägige Praktika absolviert oder hattest du einen Studentenjob in der Branche, in der du dich jetzt bewirbst, gehören die entsprechenden Zeugnisse ebenfalls in die Mappe. Hast du insgesamt drei oder vier Dokumente, musst du sie nicht in der Bewerbung als Anlagen auflisten.

Sorgsam auswählen

Hast du deutlich mehr Dokumente, die du am liebsten mitschicken würdest, überleg lieber bei jedem noch einmal: Ist es notwendig, dass dein potenzieller Arbeitgeber dies zu Gesicht bekommt? Schulpraktika interessieren Arbeitgeber wirklich nur, wenn sie sehr viel mit dem zukünftigen Arbeitsplatz zu tun haben. Praktika, die du in Unternehmen einer anderen Branche absolviert hast, helfen dir hier nicht weiter. Stellst du in der Bewerbung beim Anlagen auflisten fest, dass ein Zeugnis nicht so recht passen will, lass es lieber weg.

Wohin gehört die Liste?

An verschiedenen Stellen ist der Tipp zu lesen, dass man unter dem Anschreiben der Bewerbung die Anlagen auflisten sollte. Da stellt sich die Frage, wo denn dort noch der Platz sein soll: Das Anschreiben mit allen wichtigen Informationen und der angemessenen Formatierung auf nur eine Seite zu reduzieren, ist sowieso schon ein Kunststück für sich. Besser ist es, die Liste auf eine Extraseite zu schreiben, die du nach dem Lebenslauf einfügst.

So erstellst du die Seite

Hast du entschieden, dass du genügend Dokumente hast, damit du in deiner Bewerbung die Anlagen auflisten kannst, erstellst du eine besondere Seite dafür. Rechtsbündig gibst du oben auf dieser Seite deinen Namen, deine Adresse und deine Kontaktdaten an. Deinen Namen, der allein in der obersten Zeile steht, schreibst du in fetten Buchstaben. Linksbündig und mit so vielen Leerzeilen dazwischen, dass die Liste etwa auf der halben Höhe der Seite beginnt, verfasst du deine Liste. Du überschriebst sie in fetten Buchstaben mit „Anlagenverzeichnis“. Hier wie auch beim Namen solltest du nicht der Versuchung nachgeben, die Schriftgröße zu verändern – es reicht, wenn die Wörter fett geschrieben werden. Nach einer Leerzeile beginnst du mit dem neuesten Dokument, das bei den Anlagen ganz oben liegt. Du gibst jetzt ein Dokument pro Zeile an.

Unterpunkte

Hast du tatsächlich mehrere Praktikumszeugnisse oder vielleicht auch Weiterbildungszertifikate, kannst du die Dokumente thematisch bündeln und nach dieser Ordnung in der Bewerbung die Anlagen auflisten. Du beginnst mit dem aktuellen Arbeits- oder Praktikumszeugnis und fügst dahinter die älteren ein. Dann folgen die Zeugnisse von Studium, Ausbildung oder Schule und am Ende gegebenenfalls die Weiterbildungszertifikate.