Ratgeber zur Bewerbung für Trainees und Berufseinsteiger

So machen die Soft Skills die Bewerbung interessant

Alles zu Soft Skills | Definitionen, Tipps und Infos.
Du bewirbst dich auf eine interessante Trainee Stelle und möchtest natürlich glänzen. Da du noch nicht besonders viel Arbeitserfahrung gesammelt hast, willst du vor allem deine Soft Skills, also deine sozialen Kompetenzen, richtig herausstreichen. Es steht ja schließlich auch überall, dass man die mit angeben soll, und vor allem für angehende Führungspersönlichkeiten wie dich ist es schon ziemlich wichtig, dass du teamfähig, kommunikativ, flexibel, belastbar, kritik- und konfliktfähig, empathisch und durchsetzungsfähig bist. Und hier siehst du direkt, wie langweilig es aussehen würde, wenn du deine Soft Skills in der Bewerbung einfach so aufzählst. Du musst also schon etwas kreativer werden, um deine Fähigkeiten überzeugend zu präsentieren.

Das Anschreiben ist nur eine Seite lang

Beispiele soll man geben, um die Soft Skills in der Bewerbung quasi zu unterfüttern. Ja, aber wie lang sollen die denn sein? Schließlich darf das Anschreiben den Rahmen nicht sprengen. Dafür gibt es zwei simple Möglichkeiten: Entweder beschreibst du kurz eine Situation bei deinem letzten Praktikum, in der ihr im Team gegen alle Widrigkeiten und unter vollem Einsatz die Deadline eingehalten habt. Das zeigt, dass du belastbar, teamfähig und flexibel bist. Oder du nimmst dir noch etwas mehr Platz, um deine Soft Skills in der Bewerbung ins rechte Licht zu rücken, und legst ein Motivationsschreiben bei. Hier hast du ausreichend Platz, um zu erklären, dass du Tutor warst und in verschiedenen studentischen Nebenjobs kleine Teams angeleitet hast. Werde aber auch hier nicht zu ausschweifend – Selbstbewusstsein ist schön und gut, aber Selbstbeweihräucherung ist zu viel des Guten.

Lauter kleiner Hinweise im Lebenslauf

Im Lebenslauf hast du die Chance anzugeben, was du vor und während deines Studiums gemacht hast. Vor allem ehrenamtliche Tätigkeiten sind von Vorteil für dich, lassen sie dein Engagement doch in einem besonders schönen Licht erscheinen. Nebenjobs, die schon mit dem zu tun haben, was deinem späteren Berufsfeld entspricht, zeigen, dass du vorausschauend und zielstrebig bist. Hast du im Callcenter gejobbt, bringst du Kommunikationsfähigkeit und diplomatische Kompetenzen mit. Durch solche Angaben kannst du Soft Skills im Lebenslauf unterbringen, ohne sie direkt zu benennen. Personaler sind darauf geschult, solche Dinge im Blick zu haben.

Nichts verschenken: Die Hobbys

Hobbys im Lebenslauf werden von manchen Menschen belächelt, dabei können sie sehr nützlich sein. Ganz nebenbei lässt du hier deine Soft Skills in die Bewerbung einfließen, ohne sie auszuschreiben. Mannschaftssportarten etwa oder das Singen in einem Chor beweisen deine Teamfähigkeit, da hier alle für ein gutes Ergebnis zusammenarbeiten müssen. Malst du gerne oder musizierst, unterstreicht das deine Kreativität. Ein Lesekreis unterstreicht deine Neugierde und deine Lernbereitschaft, und wenn du gern und häufig verreist, bringt man dich mit Weltoffenheit und Flexibilität in Verbindung. Da aber so ungefähr jeder „Reisen“ als Hobby angibt, kannst du ruhig etwas genauer werden – außer, du ziehst All-Inclusive-Urlaube vor, in denen du vom Land nichts siehst und an die du dich später nur verschwommen erinnerst.

Immer mit Blick auf das Unternehmen

Versuchst du, alle potenziell wichtigen Soft Skills in eine Bewerbung zu quetschen, kann das schnell auffallen. Von daher solltest du grundsätzlich überlegen, bei was für einem Unternehmen du dich bewirbst und welche Soft Skills hier wahrscheinlich wichtiger sind als andere. Diese solltest du herauspicken und mit den geeigneten Beispielen versehen oder sie in deinem Lebenslauf verstecken. Weisen deine wenigen ausgewählten Hobbys alle in Richtung dieses einen Jobs, wirkt es fast, als sei deine Arbeit im Unternehmen vorbestimmt.