Der Wunsch vieler Uni-Absolventen: Als Trainee in die USA

Alles zum USA Trainee | Definitionen, Tipps und Infos
Heutzutage erwarten viele Unternehmen von ihren Bewerbern, dass sie mindestens schon einmal für ein paar Monate Auslandserfahrungen sammeln konnten. Was läge da näher, als nach dem Abschluss den Berufseinstieg als Trainee mit einem Auslandsaufenthalt zu verbinden? Es liegt auf der Hand, dass die USA dabei natürlich als besonders attraktives Ziel gelten – endlich einmal raus aus Europa und rein in die große weite Welt. Außerdem ist der Verdienst für Absolventen dort häufig höher als bei uns in Deutschland. Was dich als Trainee in den USA alles erwartet und was du zu beachten hast, erfährst du hier von uns.

Traineeship ist nicht gleich Traineeship

Hier in Deutschland ist klar geregelt, was unter einem Traineeship verstanden wird: Du durchläufst als Trainee in einem Unternehmen mehrere, also mindestens zwei verschiedene Abteilungen in einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren und sollst auf diese Weise angelernt und auf den Berufseinstieg im Unternehmen vorbereitet werden. Es ist nämlich häufig der Fall, dass Trainees im Anschluss übernommen werden. Im englischsprachigen Raum gibt diese klare Definition jedoch nicht. Als Traineeship werden von gewöhnlichen Berufsausbildungen über ein Praktikum bis hin zu dem, was wir unter einem Traineeship verstehen, viele verschiedene Beschäftigungsformen verstanden. Wenn du als Trainee in den USA durchstarten möchtest und auch schon entsprechende Stellen entdeckt hast, dann lohnt es sich, nochmal genauer nachzuhaken, wie das Traineeship eigentlich genau ablaufen soll. Nicht, dass du vor Ort sonst eine böse Überraschung erlebst.

Und wie sieht es mit dem Visum aus?

Um in den USA arbeiten zu können, egal, wo, wie und als was, brauchst du zwingend ein Visum. Für Praktikanten, aber auch für Trainees, ist hier das J-1 Visum relevant, das 18 Monate lang gilt. In Anspruch nehmen kannst du es, wenn du gute Englischkenntnisse nachweisen kannst – so gut, dass es dir keine Probleme macht, am Arbeitsplatz ausschließlich auf Englisch zu kommunizieren. Außerdem musst du einen Hochschulabschluss vorweisen. Hast du den nicht, dann kannst du dich eventuell trotzdem qualifizieren, wenn du entweder bereits fünf Jahre Arbeitserfahrung außerhalb der USA gesammelt oder aber, wenn du bereits ein Jahr in einem Bereich gearbeitet hast, der relevant für dein Traineeship ist. Beachte auf jeden Fall, dass du als Trainee in den USA während deines 18-monatigen Aufenthaltes keinen Nebenjob annehmen darfst, denn das ist gesetzlich streng verboten. Du solltest also schon vorher abklären, ob du 750 Dollar pro Monat zur Verfügung hast, denn das ist ebenfalls eine Voraussetzung dafür, dass du das J-1 Visum erhältst. Wie bei allen behördlichen Angelegenheiten gilt auch hier, dass du dich als zukünftiger Trainee in den USA am besten frühzeitig kümmern solltest, damit nicht noch in letzter Sekunde etwas schief läuft. Nach Ablauf des Visums musst du dich aber nicht in den nächstbesten Flieger schwingen, sondern darfst dich als normaler Urlauber noch 30 Tage in den USA aufhalten.

Was du sonst noch wissen solltest

Damit du deinen Aufenthalt als Trainee in den USA auch voll und ganz auskosten kannst, solltest du auch an eine ausreichende Auslandskrankenversicherung denken, damit du nicht plötzlich in eine Kostenfalle tappst, falls du einmal ernsthaft krank werden solltest.
Amerika ist zwar das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aber gerade im Business-Kontext gibt es einige Fettnäpfchen, in die du besser nicht treten solltest. Wenn du politisch interessiert bist – dann ist das natürlich deine Privatsache, aber bei einem Gespräch mit Arbeitskollegen solltest du dieses Thema besser geschickt umschiffen, da es gerade in den USA hohes Konfliktpotential hat. Dasselbe gilt übrigens für Diskussionen über Religion.
Wenn du nach deinem ersten wichtigen Meeting als Trainee in den USA in der Mittagspause anfängst, deine Pommes Frites und deinen Burger mit Messer und Gabel zu essen, dann outest du dich unbewusst sofort: „Ich komme nicht von hier!“ Du möchtest das umgehen? Dann achte einfach darauf, ob deine Kollegen zum Besteck greifen oder nicht. Wenn nicht, dann ist es vollkommen in Ordnung, wenn auch du die Finger nimmst.
Wenn du all das im Hinterkopf behältst, dann kann während deines Aufenthalts als Trainee in den USA ja eigentlich nichts mehr schiefgehen!