Einstiegsprogramme – vom Traineeship bis zum Volontariat


Was ist ein Einstiegsprogramm?

Einstiegsprogramm Trainee

Wer die Wahl hat, hat die Qual – nach abgeschlossenem Studium geht es dir wie nach dem Schulabschluss: Als Absolvent stehst du vor vielen offenen Türen und weißt vermutlich noch nicht genau, was dein nächster Step sein soll. Du hast Angst vorm Direkteinstieg und davor, bei deinem Start ins Berufsleben einfach ins kalte Wasser geschmissen zu werden? Kein Grund zur Panik – es gibt verschiedene Einstiegsprogramme, die dir den Karrierestart erleichtern und dich am Anfang viel unterstützen. Anders als beim Direkteinstieg durchläufst du nach und nach die verschiedenen Bereiche im Unternehmen und lernst die Arbeitsabläufe ausführlich kennen. Wie arbeitet zum Beispiel das Marketing und welche Aufgaben erwarten mich im Management?

Welche verschiedenen Einstiegsprogramme gibt es?

Je nach Branche unterscheiden sich die Einstiegsprogramme für Berufseinsteiger und tragen unterschiedliche Namen.

Während in den meisten Branchen wie zum Beispiel im wirtschaftlichen Bereich eher das Traineeship angeboten wird, probieren Absolventen von journalistischen, geistes- und kulturwissenschaftlichen Studiengängen sich im Volontariat aus und bekommen dort Einblicke in den Job oder eine zusätzliche journalistische Ausbildung. Natürlich kannst du als Absolvent auch erstmal ein Praktikum im Unternehmen machen, um einen ersten Eindruck zu bekommen anstatt den Direkteinstieg zu wagen.

Checkliste: Einstiegsprogramme für Absolventen auf einen Blick

  • Traineeship

  • Volontariat

  • Praktikum

Was ist der Unterschied zwischen Volontariat, Traineeship und Praktikum?

In der Kürze liegt die Würze? Praktika dauern meistens nur zwischen einem und sechs Monaten – in diesem Zeitraum sind erste Einblicke in ein bestimmtes Berufsfeld möglich, das Praktikum ist aber meistens nicht viel mehr als ein Schnupperkurs. Die kurze Zeit reicht zwar für eine berufliche Orientierung, oft ist es aber genau dann schon wieder vorbei, wenn man gerade eingearbeitet ist. Im Volontariat oder Traineeprogramm sieht das schon anders aus: In sechs bis 24 Monaten hast du genügend Zeit, um umfangreichere Einblicke in verschiedene Bereiche zu bekommen oder dich – wenn du bereits genau weißt, welchen Job du machen willst – direkt zum Spezialisten ausbilden zu lassen.

Wodurch grenzt sich das Traineeship vom Volontariat ab?

Beim Traineeship durchläufst du in der Regel – je nach zugehörigem Traineeprogramm – verschiedene Bereiche innerhalb einer Branche, wie zum Beispiel Marketing, Vertrieb und Management. Damit zielt es darauf ab, Führungskräfte und Allrounder auszubilden, die vielfältig einsetzbar sind.

Beim Volontariat können angehende Journalisten zwar auch etwa in verschiedenen (Lokal-)Redaktionen landen, ihr Fachbereich ist dabei allerdings von vornherein festgelegter als beim Traineeship. So erhalten Volontäre eine spezielle Ausbildung, die auf den späteren Job als Online-Redaktuer, Videojournalist oder PR-Referent abgestimmt ist. Zusammengefasst: Ein Trainee ist eher ein Allrounder, wärend der Volontär zum Spezialisten wird.

Wie lange dauert ein Einstiegsprogramm?

Es ist noch keine Fachkraft vom Himmel gefallen. Auch, wenn du als Absolvent im Studium schon einiges gelernt hast, nimmt ein umfangreiches Einstiegsprogramm natürlich auch etwas Zeit in Anspruch.

Immerhin durchläufst du dabei verschiedene Abteilungen im Unternehmen und sollst dort jeweils nicht nur einen Tag verbringen, sondern in der Regel mindestens zwei Monate pro Ressort oder Abteilung, um auch angemessen eingearbeitet zu werden.

Meist dauert ein Traineeship zwischen sechs und 24 Monaten – abhängig von der Unternehmensgröße, dem jeweiligen Programm und von deinen Vorkenntnissen. Beim Volontariat ist die Spanne nicht ganz so groß: Der Zeitraum bewegt sich zwischen zwölf und 24 Monaten. Während beim Radio ein Volontariat von 18 Monaten üblich ist, verbringen die meisten Volontäre im Printbereich, in Online-Redaktionen und im Social-Media-Bereich 24 Monate im Einstiegsprogramm, in denen sie praktische Erfahrungen sammeln und eine umfangreiche journalistische Ausbildung erhalten.

Faustregel:

Ein Einstiegsprogramm dauert in der Regel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren!

Was ist der Vorteil vom Einstiegsprogramm gegenüber dem Direkteinstieg?

Oft weiß man als Absolvent selbst noch nicht genau, in welchem Bereich man arbeiten möchte und scheut sich deshalb vor dem Direkteinstieg und der Bewerbung auf konkrete Stellen. Das Einstiegsprogramm bietet hingegen die Möglichkeit zur Orientierung, da man die verschiedenen Abteilungen durchläuft. So legst du dich nicht direkt fest, sondern kannst erst einmal deine Flügel ausbreiten und dich im Gegensatz zum Direkteinstieg frei entfalten.

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Bekomme ich im Einstiegsprogramm Unterstützung?

Einstiegsprogramm Unterstützung

Als Student hast du vielleicht in einem Praktikum erste Einblicke in die echte Berufswelt bekommen – so richtig viel Erfahrung sammeln die meisten Studierenden während des Studiums allerdings noch nicht. Deshalb liegt es auch im Interesse des Unternehmens, dass du ausführlich in den Job eingearbeitet wirst.

Dafür bekommst du Unterstützung durch einen dir zugeordneten Mentor, der über die Dauer deines Einstiegsprogramms dein Ansprechpartner ist. Kein Trainee ohne Trainer ­– der Mentor ist deine Anlaufstelle für alle deine Fragen und Probleme, gibt dir Feedback zu deiner Arbeit und lässt dich garantiert nicht im Regen stehen. Außerdem verfügt er über viele Kontakte innerhalb und außerhalb der Firma und erleichtert es dir so, deine neuen Kollegen und gegebenenfalls die anderen Trainees besser kennenzulernen.

Nice to know:

Das Unternehmen hat selbst nichts davon, durch einen Direkteinstieg die Zeit zu sparen, dich einzuarbeiten und zu riskieren, dass du bei deinen Aufgaben deshalb später Fehler machst. Denn Geradestehen für den Fehler muss es am Ende selbst. Die Einstiegsprogramme für Absolventen dienen dementsprechend dazu, gezielt Fach- und Führungskräfte auszubilden, damit (verheerende) Fehler gar nicht erst passieren. Deswegen sorgt das passende Einstiegsprogramm für eine echte Win-Win-Situation: sowohl für dich als auch für das Unternehmen.

Bekomme ich beim Einstiegsprogramm Gehalt?

Einstiegsprogramm Gehalt

Klar, dass du bei einer Dauer von sechs bis 24 Monaten bei einem Volontariat oder Traineeship auch finanziell nicht auf dem Trockenen bleiben willst, damit du dir bei all der Arbeit und dem Fleiß im Job auch das ein oder andere Feierabendbier gönnen kannst. Glücklicherweise ist dir ein Gehalt im Einstiegsprogramm sicher. Das hast du dir als Absolvent mit abgeschlossenem Studium aber auch wirklich verdient!

Wieviel Gehalt genau du in deinem Volontariat oder Traineeprogramm bekommst, musst du allerdings mit deinem zukünftigen Arbeitgeber klären, sofern es nicht bereits durch tarifliche Bindung festgelegt ist. Bei der Gehaltsverhandlung kannst du ruhig selbstbewusst sein – du willst dich ja schließlich nicht unter Wert verkaufen, immerhin bist du als Absolvent mit abgeschlossenem Studium sehr begehrt.

Expertentipp:

Damit du finanziell nicht zu kurz kommst, gibt es bei der Auswahl des Betriebs für dein Einstiegsprogramm einige Dinge zu beachten. Sind im Arbeitsvertrag zum Beispiel Angaben zur Dauer, Probezeit, zum Gehalt und deinem Urlaub enthalten? Diese sind für dich als Arbeitnehmer sehr wichtig, damit du rechtlich abgesichert bist – mündliche Absprachen können diesbezüglich schnell über Bord geworfen werden. Der frühe Vogel fängt den Wurm: Regel also am besten direkt am Anfang die Konditionen für deinen Job als Volontär oder Trainee. Dann bist du garantiert auf der sicheren Seite.

Wie finde ich das passende Einstiegsprogramm?

Suche Einstiegsprogramm

Wenn du schon ein konkretes Unternehmen für dein Traineeship oder Volontariat im Kopf hast, lohnt sich ein Blick auf Trainee.de über aktuelle Stellenangebote. Wenn ein Unternehmen vielleicht gerade keine Stellen ausschreibt, kein Problem: denn wir bieten dir direkt mehrere Stellenausschreibungen an. So hast du direkt eine Alternative und findest vielleicht ein Einstiegsprogramm, was sogar noch besser deinen Wünschen und Vorstellungen entspricht!

Was ist, wenn es keine passende Stellenausschreibung für ein Einstiegsprogramm gibt?

Dein Traumunternehmen hat keine passende Stellenausschreibung für dich? Kein Grund direkt aufzugeben – es gibt immer noch die Möglichkeit der initiativen Bewerbung. Eine Initiativbewerbung ist immer einen Versuch wert, denn Eigeninitative wird bei Personalern gerne gesehen und kann dir mit ein bisschen Glück vielleicht zu deinem Wunschposten verhelfen. Allerdings gibt es auch einige Unternehmen, die gar keine Trainees oder Volontäre einstellen. Dann lag es bei einer Absage aber garantiert nicht an dir!

Gibt es Alternativen zur Online-Bewerbung für ein Einstiegsprogramm?

Jobmesse

Du gehörst zu den 84 % der Deutschen, die bei Bewerbungen stark emotional mitgenommen sind und möchtest dein Wunschunternehmen oder deine favorisierte Redaktion lieber direkt im persönlichen Austausch kennenlernen und von deinen fachlichen Qualifikationen, deinen Soft Skills und natürlich auch von deiner Freshness überzeugen? Dann pack deine sieben Sachen und begieb dich in die Welt der Jobmesse! Da Vitamin B im Kampf um ein Traineeship oder Volontariat nicht unwichtig ist, bietet die Jobmesse die Möglichkeit zum Networken und Aufbauen wichtiger Kontakte für den Karrierestart von Young Professionals – denn eine gute Connection ist nicht nur für dein Smartphone wichtig.

Wenn du noch kein konkretes Unternehmen im Kopf hast, bei dem du gerne als Volontär oder Trainee arbeiten würdest, lernst du auf der Jobmesse sicher interessante Firmen und Redaktionen auf der Suche nach Trainees oder Volontären kennen. Blind Dates gibt es nicht nur auf Tinder, sondern manchmal eben auch in der Berufswelt. Dort lernst du vielleicht auch andere Trainees kennen, die dir deine Fragen zum Traineeprogramm oder Traineeship beantworten und von ihren persönlichen Erfahrungen erzählen.

Welche Zukunftsaussichten habe ich nach dem Einstiegsprogramm?

Sowohl als Trainee als auch als Volontär kannst du ganz gechillt in deine berufliche Zukunft schauen, denn mit einem Volontariat oder Traineeship bist du auf dem besten Weg zur Übernahme in eine Festanstellung. Nicht nur du hast viel Fleiß und Mühe in deine Arbeit im Einstiegsprogramm investiert, sondern auch dein Mentor und die Firma. Klar, dass sie da auch die Kirschen ernten will!

Du wurdest vermutlich schon während deiner Ausbildung im Einstiegsprogramm bestens auf deine späteren Aufgaben im Unternehmen als Fach- oder Führungskraft vorbereitet – oft besetzt du deshalb schon an Tag eins nach deinem Traineeship oder Volontariat deine neue Position im Job. Wie du siehst, ist ein Volontariat oder Traineeship also die beste Wahl für einen vielversprechenden Karrierestart!

Es kann sogar sein, dass du dein Traineeship schon frühzeitig beenden kannst und festangestellt wirst, wenn du sowohl fachlich als auch persönlich perfekt auf die Stelle passt und mit hervorragenden Leistungen glänzt. Keine Zeit verlieren – because time is money!

Expertentipp:

Sei mutig: Wenn dir die Arbeit im Volontariat oder Traineeship in deinem Unternehmen gefällt und du Bock hast, auch nach Ende deines Einstiegsprogramms weiter dort zu arbeiten, kannst du das ruhig schon frühzeitig ansprechen. So kannst du dir vielleicht schon als Trainee oder Volontär den Job sichern und hast deine berufliche Zukunft direkt safe.