Lebenslauf – So sieht ein guter Lebenslauf für deine Trainee-Bewerbung aus


Welche Informationen gehören in meinen Lebenslauf?

Puh … den ersten Teil deiner Bewerbungsmappe für die Traineestelle hast du bereits fertiggestellt: Das Anschreiben kann sich nach Stunden des Umformulierens und Aufpolierens endlich sehenlassen und eigentlich kann die Bewerbung dann ja auch fast schon abgeschickt werden … oder? „Fehlt ja nur noch der Lebenslauf“, denkst du dir vielleicht, „das geht ja fix!“

Zugegeben: Es geht nicht immer ganz so schnell. Einen guten Trainee-Lebenslauf zu schreiben, ist zwar kein Hexenwerk, aber es lohnt sich, nicht einfach die Vita zu copy-pasten, die du noch irgendwo in den Untiefen deines Rechners vergraben und in Wahrheit schon vor Ewigkeiten geschrieben hast. Ebenso solltest du dich nicht strikt an das Muster deiner Großtante – die sich vor zehn Jahren das letzte Mal beworben hat – halten, denn heute gelten teilweise andere Richtlinien und Formalitäten als vor noch vor ein paar Jahren.

Mädchen sieht auf Smartphone

Was dir jedoch helfen kann, sind Musterlebensläufe mit wichtigem Input. Diese musst du dann nur noch mit deinen Daten und Erfahrungen ergänzen und schon hast du einen vollständigen, geordneten Lebenslauf, der sich auf jeden Fall sehen lassen kann.

Wie hinterlasse ich einen bleibenden Eindruck mit meinem Lebenslauf?

Auch bei deinem Lebenslauf heißt es: Der erste Eindruck zählt! In deinem Anschreiben betonst du deine Kreativität und dein Ideenreichtum? Beweise das bei einer Bewerbung in der Medienbranche doch einfach schon gleich mit deinem Lebenslauf! Die Daten tabellarisch, schwarz auf weiß bei Word runtertippen kann doch jeder – du entscheidest dich ganz bewusst für ein auffälliges Design und stichst somit auf den ersten Blick aus der großen Masse an potenziellen Bewerbern heraus.

Auch was den Aufbau deines Lebenslaufes betrifft, kannst du variieren. Er muss nur eines sein: in tabellarischer Form und übersichtlich! Nur in ganz seltenen Fällen verlangen Unternehmen auch einen ausformulierten Lebenslauf.

STÖRER:

Wie verspielt dein Lebenslauf letzten Endes jedoch aussehen darf, hängt von der Stelle und der Branche ab, in welcher du dich bewirbst. Natürlich sieht eine Bewerbung für ein Traineeship im Bereich Kommunikationsdesign anders aus, als die eines Traineeships im Bereich Bankwesen.

Eines ist jedoch sicher: Ein individuelles Lebenslauf-Design ist ein Eye-Catcher und deine Bewerbungsunterlagen blieben auf jeden Fall im Gedächtnis des Personalers.

Was qualifiziert mich für die Traineestelle?

Bevor du mit dem Schreiben beginnst, mach dir noch einmal bewusst: Ein guter Lebenslauf ist deine eigene, ganz persönliche berufliche Biografie in Kurzform. Theoretisch kannst du alle einzelnen Stationen deines Werdegangs, die dein Bewerbungsanschreiben zum Platzen gebracht hätten, nun hier auflisten.

Praktisch solltest du dir jedoch zunächst überlegen, welche Informationen für die Stelle relevant sind und was du besonders hervorheben möchtest.

Dein Lebenslauf ist nämlich noch mehr als das: Besonders gut wird er, wenn er nicht nur deine Qualifikationen präsentiert, sondern auch noch Eigenschaften – sogenannte Soft Skills– die von dir als Trainee in Spe gefordert werden, mit Fakten untermauert.

Tippbox:

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und mache dir Gedanken: Was zeichnet mich im Besonderen aus? Welche Kenntnisse möchte ich in den Vordergrund rücken? Welche praktischen Erfahrungen könnten interessant sein? Was ist eher irrelevant für die angestrebte Position?

Klar, das hast du natürlich alles schon in deinem Anschreiben ausformuliert, aber Anschreiben und Lebenslauf für das Traineeship müssen sich im Idealfall ergänzen, indem sie Bezug aufeinander nehmen.

Bedeutet: Alle Stationen, auf die du in einem Anschreiben eingehst, sollten im Lebenslauf wiederzufinden sein.

Dein Lebenslauf ist quasi der Beleg für deine Erfahrungen. Ebenso wie die Zeugnisse, die deine Bewerbungsunterlagen vervollständigen. Schulzeugnisse und Arbeits- bzw. Praktikumszeugnisse, ebenso wie Zertifikate, gehören in die Anlagen – also an das Ende deiner Bewerbungsunterlagen. Am Ende sollten alle Unterlagen stimmig sein und ein einheitliches Bild von dir vermitteln.

Nichts ist schlimmer, als wenn der Personaler sich nach der Lektüre deines Lebenslaufes kein Bild von dir machen kann. Apropos Bild …

Wo gehört eigentlich das Bewerbungsfoto hin?

Während man dieses früher ganz Old School auf den Lebenslauf geklebt hat, ist es heute üblich, das Foto als digitale Datei oben links oder rechts auf dem Lebenslauf zu platzieren und mitauszudrucken.

Hinweis-Box:

Achtung – wenn du dich auf eine Traineestelle außerhalb Deutschlands bewirbst, solltest du dich vorher darüber informieren, ob ein Foto auf deinem CV überhaupt erwünscht ist. In England oder den Niederlanden benötigst du das zum Beispiel nicht.

Fest steht: Ein Foto auf deinem Lebenslauf ist keine Pflicht. Du kannst selbst entscheiden, ob du ein Bild auf deinem Lebenslauf platzieren möchtest oder nicht. Ein gutes Bewerbungsfoto zeigt, dass du Dinge, die dir wichtig sind, gewissenhaft und professionell erledigst.

Expertentipp:

Wo wir wieder beim Thema „bleibender Eindruck“ wären – du kannst dein Foto auch direkt in Großformat auf einem Deckblatt platzieren. Dieses ist quasi das „Cover“ deiner Bewerbungsmappe – bzw. deiner Bewerbungsunterlagen im Falle einer Online-Bewerbung. Der psychologische Vorteil dabei: Der Personaler hat sofort dein Gesicht vor Augen, während er deine Unterlagen unter die Lupe nimmt.

Welche Kenntnisse sollte ich gezielt hervorheben?

Du hebst im Bewerbungsanschreiben deine Fähigkeit zur Eigeninitiative hervor und hast in deinem studentischen Nebenjob regelmäßig selbstständig Entscheidungen treffen müssen? Perfekt! Details zu dieser Tätigkeit gehören kurz und stichpunktartig in deinen Lebenslauf.

Hinweis-Box

So könnte das aussehen:
Volontariat im Hochschulradio:

  • Recherche relevanter Informationen
  • Verfassen von Beiträgen und Nachrichten
  • Planung und Koordination von Sendezeiten
  • Moderation von Beiträgen

In der Schule hattest du nicht nur Englisch, sondern auch Spanisch- oder Französischunterricht? Für deine Bewerbung bei einem internationalen Konzern ist das alles andere als uninteressant und wird dir mit Sicherheit einen Pluspunkt einspielen. Auf deinem Lebenslauf solltest du deshalb dein Sprachniveau angeben.

Hast du Zertifikate, die deine Sprachkenntnisse belegen? Umso besser! Diese solltest du auf jeden Fall dem Anhang deiner Bewerbung hinzufügen. Weitere Kenntnisse, die du auf jeden Fall auflisten solltest sind IT-Kenntnisse und wenn vorhanden: dein Führerschein.

Mädchen sieht in Spiegel

Wie stehen meine Chancen ohne berufliche Erfahrung?

Keine Sorge, damit ein Personaler dein Potenzial erkennt, musst du nicht zwangsläufig etliche Praktika absolviert und einige Jahre im Ausland gearbeitet haben. Du bewirbst dich ja deswegen auf die Stelle als Trainee, um einen Weg in den Arbeitsalltag zu finden. In der Regel kannst du der Stellenanzeige entnehmen, ob Berufserfahrung vorausgesetzt wird. Einen besonders guten Eindruck hinterlässt du, wenn du den Hörer in die Hand nimmst und dich persönlich beim Unternehmen erkundigst.

Komplett ohne berufliche Erfahrung solltest du aber auch nicht sein: Unternehmen bevorzugen natürlich Bewerber, die in irgendeiner Form Berufserfahrung haben – entweder als Werkstudenten, in Form von Praktika oder ehrenamtlichen Tätigkeiten. Du hast nur wenig Berufserfahrung vorzuweisen?

Dann pick‘ dir aus den Tätigkeiten, die du gemacht hast, die Rosinen heraus und formuliere sie für deinen Lebenslauf so, dass dein Arbeitgeber einen Mehrwert davon hat. Wenn du zum Beispiel während deines Studiums im Hochschulradio gearbeitet, Informationen recherchiert, Beiträge verfasst und Sendezeiten koordiniert hast, kann das ein Zeichen deiner Organisationsfähigkeit, Stressfähigkeit und Kommunikationsstärke sein und einen Pluspunkt in deiner Vita bedeuten – besonders, wenn du dich auf ein Volontariat in der Medienbranche bewirbst.

Wie baue ich meinen Lebenslauf auf?

Dein Lebenslauf folgt, wenn nicht anders verlangt, dem festen Schema eines tabellarischen Lebenslaufs: Kontaktdaten (E-Mail und Telefonnummer nicht vergessen!) und persönliche Daten machen den Anfang. Es folgen berufliche Stationen, Ausbildung, die schulische Ausbildung und, falls vorhanden, Weiterbildungen und sonstige Qualifikationen.

Bei den Stationen deines beruflichen Werdegangs gehst du anti-chronologisch vor. Den Personaler interessieren vor allem deine aktuellsten Erfahrungen in der Arbeitswelt, weil er sich dadurch am ehesten ein Bild von deinen Fähigkeiten und deinem Potenzial machen kann. Das alles sollte auf maximal zwei DIN-A-4-Seiten passen.

Lass Unwichtiges weg. Auch wenn dein ehrenamtliches Engagement im Karnevalsverein dir Spaß gemacht hat, in einem Lebenslauf für eine Stelle in einem Chemielabor hat diese Information nichts verloren. Dass du in der Mittelstufe bei „Jugend forscht“ einen Preis für dein eigenes Chemieprojekt gewonnen hast, hinterlässt dagegen sicherlich einen guten Eindruck beim Personaler.

Auch deine persönlichen Interessen und Hobbys, sind für den Personaler nur dann interessant, wenn sie einen Bezug zur Traineestelle haben. In deiner Freizeit spielst du Volleyball im Verein? Perfekt! Denn Teamsportarten sind der Beweis dafür, dass du kommunikativ, kooperativ und vor allem kollegial bist. Du siehst, jedes Hobby unterstreicht unterschiedliche, positive Charakterzüge, die dem Personaler zeigen, wo deine Stärken liegen.

Was fehlt am Ende deines Lebenslaufes? Klar – die Unterschrift! Ort und Datum dürfen natürlich auch nicht fehlen. Das Ganze setzt du entweder eigenhändig unter deinen Lebenslauf oder scannst deine Unterschrift – im Falle einer Online-Bewerbung – vorab ein. Hast du das erledigt, ist dein Lebenslauf vollständig!

So sieht die übliche Anordnung aus:

  1. Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, Geburtsdatum und Geburtsort, Staatsangehörigkeit

  2. Berufserfahrungen

  3. Berufsausbildung (berufliche Ausbildung, Studium, Schulabschlüsse)

  4. Weiterbildungen und sonstige Qualifikationen

  5. Sprachen

  6. Persönliche Interessen und Hobbys

  7. Ort, Datum und Unterschrift