Deine Bewerbung als Trainee – Vom Anschreiben bis zum Vorstellungsgespräch


Trainee schreibt Bewerbung

WIE BEWERBE ICH MICH FÜR EIN TRAINEESHIP ODER VOLONTARIAT?

Dein Studium hast du hinter dir, jetzt heißt es: Überzeuge deinen potenziellen Arbeitgeber davon, dass du sein nächster Trainee bist! Ob Old School mit postalischer Bewerbung, Online-Formular oder Skype-Interview – unabhängig davon, auf welche Art und Weise du dich bewirbst, gibt es einige Grundregeln zu beachten.

Neben dem Inhalt deiner Bewerbung als Trainee oder Volontär spielt auch die Form eine große Rolle. Das persönliche Gespräch steht an und du willst weder under- noch overdressed erscheinen? Keine Sorge: Wir machen dich fit – von innen und von außen!

Die Bewerbungsunterlagen eines Trainees

Wie soll meine Bewerbung aussehen?

Ja, wir wissen: Auf die inneren Werte kommt es an. Doch bevor diese überhaupt eine Chance bekommen, muss auch die Verpackung stimmen. Das gleiche Prinzip solltest du auch bei deiner Bewerbung anwenden, denn das Design spielt eine wichtige Rolle. Mit einem professionellen einheitlichen Look steigerst du die Chancen, dass deine Bewerbung auffällt, gelesen wird und du in der nächsten Runde der Bewerbungsphase landest.

Aber Vorsicht: Von der Masse abheben ist das eine, ein Kunstwerk zu kreieren, das andere. Für das Design deiner Bewerbungsunterlagen gilt: Form follows function! Es kommt natürlich darauf an, für welche Branche du dich bewirbst. Möchtest du als Webdesigner oder in der Werbebranche tätig werden, kann auch dein Bewerbungsschreiben etwas ausgefallener gestaltet sein als beispielsweise bei einer Bewerbung als Jurist.

Infobox:

Deine gesamte Zeit als Trainee oder Volontär kann als Bewerbung angesehen werden. Indem du gute Arbeit ablieferst, dich gut mit deinen Kollegen verstehst und dich mit deinem Unternehmen identifizierst, bewirbst du dich für eine höhere Position im Anschluss an dein Traineeprogramm oder Volontariat. Im Traineeship ist es nämlich üblich, hinterher übernommen zu werden, weswegen man sozusagen aber auch die ganze Zeit unter Beobachtung steht.

Trainee schreibt ein Anschreiben

Wie schreibe ich ein Anschreiben?

Hi, moin, was geht? Textest du mit deinen Freunden, kannst du sie sicherlich so anschreiben. Aber wir reden hier vom Bewerbungsanschreiben – ein wichtiges Dokument, das über deine Zukunft entscheidet!

Beim Anschreiben musst du auf zwei verschiedene Dinge achten: den Inhalt und die Form. Natürlich ist der Inhalt wichtiger als die Form – trotzdem bedingt das eine auf jeden Fall das andere. Du wirst wahrscheinlich nirgends ein Anschreiben finden, das inhaltlich top und formal ein totaler Flop ist. Zunächst einmal: Dein Anschreiben sollte eine Seite nicht überschreiten. Ja, wenn es hart auf hart kommt, gehen auch anderthalb Seiten, aber dann gilt ganz klar: Als Bewerber musst du jetzt echt gute Gründe liefern, wieso der Personaler so viel lesen sollte.

Auch wenn es eng wird, versuch nicht mit der Schriftgröße zu tricksen. Eine offizielle Regel gibt es nicht, der Personaler sollte dein Dokument aber auch nicht unbedingt auf 200 Prozent zoomen müssen.

Wie soll ich anfangen?

„Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen auf die Stelle als …“:Gähn. Damit der Arbeitgeber nicht gleich wegnickt, muss der erste Satz besonders catchy sein. Sag zum Beispiel direkt, wieso ausgerechnet du der oder die Richtige für die Stelle bist. Je nach Unternehmen, auch gerne mit Humor. Apropos: Wieso bei jungen Unternehmen als Bewerber nicht einfach mal duzen? Checke dafür die Stellenanzeige oder auch die Unternehmenswebsite – du bekommst einen schnellen Eindruck darüber, wie dort kommuniziert wird. Überlege dir also, wie du das Interesse des Personalers wecken kannst – und trau dich was!

Beispiel:

„Sehr geehrter Herr Mustermann, ich verspreche Ihnen: Diese Bewerbung ist anders.“ – und dieses Versprechen belegst du im Anschluss mit Originalität und einer Portion Persönlichkeit!

Nach dem grandiosen Einstieg beschäftigt sich der erste Abschnitt deines Anschreibens mit dem Unternehmen. Indem du aktuelle Projekte erwähnst und klarstellst, wieso sie für dich interessant sind, zeigst du, dass du dich mit dem Unternehmen ausführlich auseinandergesetzt hast.

Expertentipp:

Arbeite mit aussagekräftigen Zwischenüberschriften, die du zusätzlich fettest. Diese strukturieren dein Anschreiben und sind ein echter Eye-Catcher.

Welche beruflichen Qualifikationen kommen ins Anschreiben?

Du hast zu Schulzeiten ehrenamtlich im Karnevalsverein gearbeitet? Toll! Musst das ins Anschreiben zum Trainee in der IT-Branche? Die Antwort erübrigt sich. Konkret bedeutet das: Keine stumpfe Aufzählung der beruflichen Stationen im Anschreiben! Schließlich ist das Anschreiben keine Wiederholung deines Lebenslaufes. Beschreibe nur die Erfahrungen und Kenntnisse, die für den Job wirklich relevant sind. Und nicht zu vergessen: Erwähne unbedingt Erfolgserlebnisse! Damit bestätigst du dein Kenntnisniveau.

Infobox:

Hast du ein besonders gutes Arbeitszeugnis, etwa für deine Gastronomie-Erfahrung, würde das auf den ersten Blick für deine Bewerbung als Automobil-Trainee nicht viel Sinn machen. Wenn darin allerdings deine hervorragende Teamfähigkeit in den Himmel gelobt wird, muss die Gastro-Arbeit zwar nicht im Anschreiben erwähnt werden, es lohnt sich aber auf jeden Fall das Arbeitszeugnis als Anlage in die Bewerbung zu packen.

Wie stelle ich meine Softskills dar?

Wichtig ist, dass das Unternehmen, bei welchem du dich bewirbst, einen Eindruck von deiner Persönlichkeit und deinen Fähigkeiten bekommt und du zudem verdeutlichst, warum du einwandfrei reinpasst.

Schlau, weil Harvard-Absolvent, fokussiert, weil Kampfjet-Pilot, hilfsbereit, weil Rettungsschwimmer und … – Stopp! Du schreibst kein Hollywood-Drehbuch. Achte auch darauf, dass du nur Soft Skills nennst, die du auch wirklich hast. Ob Teamfähigkeit, Eigeninitiative, Konfliktfähigkeit oder Selbstmanagement – du weißt, wo deine Talente liegen.

Trainees arbeiten im Team

Expertentipp:

Nicht die Aufzählung macht’s, sondern das anschauliche Beispiel: „Im Laufe des Studiums konnte ich mein Video-Know-how auf ein sehr hohes Niveau bringen: Als Teil der internen Videoredaktion war ich für verschiedene Formate vor und hinter der Kamera tätig und habe mit meinen selbst produzierten Filmen zudem an mehreren Videowettbewerben im Ruhrgebiet teilgenommen.“ Und zack, schon hast du Engagement und Lernbereitschaft verkauft.

Wie soll ich das Anschreiben abschließen?

„Falls Sie Interesse haben, würde ich mich sehr über ein persönliches Gespräch freuen.“ So?! Ok, eins ist klar: Mach dich nicht kleiner als du bist. Sei beim Ausstieg ruhig selbstbewusst und vermeide den Konjunktiv! „Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.“ Punkt.

Wie du merkst, ist ein Text, der das eigene Leben zusammenfasst, die Kompetenzen zusammenträgt und das Unternehmen auch noch latent lobt, nicht mal eben so geschrieben. Deshalb ist das Anschreiben so ziemlich die größte Herausforderung beim Schreiben einer Bewerbung. Interessant und insbesondere ehrlich verfasst, zeigst du, dass du perfekt für die Traineestelle bist.

Expertentipp:

Verzichte auf Passivkonstruktionen! Aktive Formulierungen sind ansprechender, direkter, spannender und vor allem leichter zu lesen. Also statt „Während meines Studiums wurde mir das strukturierte Arbeiten beigebracht…“ lieber „Während des Studiums lernte ich, strukturiert zu arbeiten.“ Das setzt dich als handelnde Person in den Mittelpunkt.

Was gehört in die Kopfzeile?

• Am Anfang der Kopfzeile: deine Kontaktdaten – also dein Name, gefolgt von deiner vollständigen Adresse.

• Deine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse kommt ebenfalls in die Kopfzeile – praktisch für den Personaler, um alles auf einen Blick zu haben.

Wie formuliere ich die Betreffzeile in der Bewerbung richtig?

• Formuliere eine kurze und prägnante Betreffzeile.

• Gib an, für welche Stelle du dich bewirbst.

• Wenn es eine Job-ID gibt, diese hier angeben – dann kann der Personaler deine Bewerbung besser einordnen.

• Gehe kurz auf die Anforderungen ein, die der Job an dich stellt.

• Betreffzeile der Bewerbung optisch hervorheben, in der Regel fettgedruckt.

• Betreffzeile um eine Schriftgröße erhöhen.

• Verzichte darauf, die Betreffzeile der Bewerbung in einer anderen Farbe darzustellen oder mit Schattierungen oder sonstigen Word-Extras zu arbeiten.

• Rechtsbündig auf Höhe der Betreffzeile: Ort und Datum.

Deine Betreffzeile könnte so lauten:

„Bewerbung als Finanzberater“ oder „Bewerbung um eine Ausbildungsstelle bei der Muster GmbH im Bereich Controlling“.

Trainee erstellt Lebenslauf für die Bewerbung

Was gehört in meinen Lebenslauf?

  1. Persönliche Daten: Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail, Geburtsdatum und Geburtsort, Staatsangehörigkeit

  2. Berufserfahrungen

  3. Berufsausbildung (berufliche Ausbildung, Studium, Schulabschlüsse)

  4. Weiterbildungen und sonstige Qualifikationen

  5. Sprachen

  6. Hobbys

Expertentipp:

Chronologisch ist ja sowas von gestern! Den Personaler interessieren natürlich deine aktuellsten Erfahrungen in der Arbeitswelt am meisten. Denn dadurch kann er sich am besten ein Bild von deinen Fähigkeiten und deinem Potenzial machen – gehe daher bei den Stationen deines beruflichen Werdegangs antichronologisch vor.

Aber bevor du jetzt fleißig in die Tasten haust, denk dran: Es mag sein, dass dein ehrenamtliches Engagement im Tierheim dir Spaß gemacht hat, deinen potenziellen Arbeitgeber im Chemielabor wird das aber herzlich wenig interessieren. Dass du in der Mittelstufe bei „Jugend forscht“ einen Preis für dein eigenes Chemieprojekt abgesahnt hast, dagegen schon. Pick dir alsoals Bewerber die Highlights aus deinem Werdegang heraus und formuliere sie für deinen Trainee-Lebenslauf so, dass dein Arbeitgeber einen Mehrwert davon hat. Das Gleiche gilt für deine zusätzlichen individuellen Skills und Hobbys: Gib nur an, was für die Traineestelle von Bedeutung ist – wenn es nichts gibt, lass den Teil weg.

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Was kommt zuerst: Anschreiben oder Lebenslauf?

Die korrekte Reihenfolge lautet: Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und dann die Anlagen – wobei das Deckblatt kein Muss ist. Entscheidest du dich dafür, sollten deine Kontaktdaten, ein Foto, die Stelle, auf die du dich bewirbst, sowie eine Auflistung der Anlagen draufstehen.

Trainee verfasst dritte Seite der Bewerbung

Was kommt in die „dritte Seite“ einer Bewerbung?

Du hast etwas, was dich besonders auszeichnet, weißt aber nicht, wohin damit? Genau dafür bietet die sogenannte dritte Seite Platz. Auf der dritten Seite der Bewerbung – auch Kurzprofil genannt – hast du die Möglichkeit, deine Persönlichkeit darzustellen, dich als Typen zu profilieren, den Personaler zu überraschen und damit das Interesse zu wecken.

Das können beispielsweise Hobbys oder besondere Erfahrungen sein. Schließlich möchte das Unternehmen, dass du nicht nur fachlich, sondern auch menschlich ins Team passt.

Du hast dir ein Jahr Auszeit genommen und eine Weltreise gemacht? Perfekt! Du kannst das Blatt zu einer Weltkarte umgestalten und deine Zeilen draufschreiben. Deine Kulturoffenheit für das Traineeship im Bereich Tourismus ist damit bestätigt – und Eyecatcher inklusive.

Damit die dritte Seite auch wirklich ein Blickfang wird, sollte sie natürlich nicht nur „Dritte Seite“ heißen. Hier ein paar Überschriften-Beispiele:

• Was Sie noch über mich wissen sollten

• Was mich außerdem auszeichnet

• Wieso ich der Richtige für diese Stelle bin

• Warum Sie mich einstellen sollten

Infoxbox:

Deine dritte Seite sollte wie folgt aufgebaut sein:

• Kopfzeile mit Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail

• Überschrift

• Anrede

• Kurze Einleitung

• Dein Nonplusultra (auch möglich in Bulletpoints)

• Abschlusssatz

• Ort, Datum und Unterschrift

Ganz wichtig: Das Kurzprofil ist keine Wiederholung von Anschreiben und Lebenslauf! Gibt es nichts, was wirklich neu und interessant ist und du nicht bereits im Anschreiben und Lebenslauf perfekt unterbringen konntest – dann lass die dritte Seite weg. Die Seite Drei ist somit nur eine Option. Wer sie künstlich erzwingt und mit unnötigen Infos füllt, macht dem Personaler nur mehr Arbeit – und schießt sich somit leicht selbst aus dem Rennen.

Gerade für Trainees, die frisch von der Uni kommen, kann sich die dritte Seite durchaus lohnen, um zu zeigen, dass sie mehr als nur universitäre Erfahrungen mitbringen. Führungskräfte hingegen, die bereits aussagekräftige Berufserfahrungen vorweisen können, laufen mit einer dritten Seite eher Gefahr, belächelt zu werden.

Infobox:

Wie der Name bereits verrät, kommt dein Kurzprofil an Platz drei deiner Bewerbungsunterlagen. Also: Nach Anschreiben und Lebenslauf, aber vor Zeugnissen und Zertifikaten.

Was ist der Unterschied zwischen der dritten Seite und einem Motivationsschreiben?

In der Praxis setzen viele Bewerber die dritte Seite und das Motivationsschreiben oft gleich. Etwas gemeinsam haben sie ja: In beiden Dokumenten stellst du dich als Mensch in den Mittelpunkt und begründest deine Motivation für den Job.

Der Unterschied zwischen beiden ist, dass das Motivationsschreiben sehr ausführlich ist und erläutert, wie du zu deinen Erfahrungen gekommen bist und wie es weitergehen soll. Die dritte Seite listet dementgegen in knapp 15 Zeilen die momentanen Fakten auf. Zudem besitzt die dritte Seite die Möglichkeit, mit Stichpunkten zu arbeiten – im Motivationsschreiben ein No-Go.

Trainee ordnet seine Anlagen für die Bewerbung

Wie liste ich die Anlagen richtig auf?

Anschreiben: Check! Lebenslauf: Check! Anlagen? Noch nicht, aber jetzt gleich! Sobald du deine Urkunden, Arbeitszeugnisse und anderweitige Zertifikate – jedoch nur diese, die für das angestrebte Traineeship von Bedeutung sind – zusammen hast, kannst du nach dem Anschreiben und Lebenslauf deine Anlagen auflisten.

Wie wäre es zunächst mit einem übersichtlichen Anlagenverzeichnis? So sieht der Personaler auf einen Blick, was deine Bewerbung beinhaltet. So erstellst du ein Anlagenverzeichnis:

  1. Ganz oben steht die Kopfzeile deiner Bewerbung mit Namen und Kontaktdaten.

  2. Linksbündig und auf halber Höhe der Seite kommt die gefettete Überschrift „Anlagenverzeichnis“ hin.

  3. Nach einem Absatz beginnst du deine Liste mit dem neuesten Dokument, das bei den Anlagen ganz oben liegt. Danach gibst du jeweils ein Dokument pro Zeile an.

Infobox:

Mehrere Praktikumszeugnisse oder Weiterbildungszertifikate kannst du thematisch bündeln und nach dieser Ordnung die Anlagen in der Bewerbung auflisten. Du beginnst mit dem aktuellen Arbeits- oder Praktikumszeugnis und fügst dahinter die älteren ein. Dann folgen die Zeugnisse von Studium, Ausbildung oder Schule und am Ende gegebenenfalls die Weiterbildungszertifikate.

Falls es sich um eine postalische Bewerbung handelt, schicke niemals das Original, sondern eine Kopie deiner Dokumente mit. In der Regel ist es nicht notwendig, Kopien von Arbeitszeugnissen und Weiterbildungszertifikaten beglaubigen zu lassen – mit Ausnahme, wenn der Arbeitgeber das explizit verlangt.

Übrigens: Den ersten Verweis auf deine Anlagen solltest du bereits im Anschreiben ganz unten links setzen, wobei es nicht nötig ist, hier alle Anlagen einzeln aufzulisten. Es reicht, wenn du unter deiner Unterschrift „Anlagen“ schreibst – den Rest erledigt das ausführliche Anlagenverzeichnis.

Berücksichtige auch, dass nicht jede Bewerbung eine Übersichtsseite verlangt. Bei Online-Formularen gilt oft, dass man die Anhänge einzeln oder gebündelt ohne Übersicht anhängt. Ob ein Anlagenverzeichnis Sinn macht, hängt also von der Bewerbungsform ab.

Und noch was: Dein Bewerbungsfoto wird nicht extra angehängt. Es gehört in deinen Lebenslauf – und auf das Deckblatt deiner Bewerbung, sofern du eines hast.

Expertentipp

Achte beim Einscannen deiner Anlagen für die Online-Bewerbung auf die Dateiform sowie Dateigröße. Die Anlagen sollten als PDF abgespeichert werden und nicht mehr als 5 MB betragen. Damit du deinen potenziellen Arbeitgeber aber nicht mit PDF-Dokumenten zuspamst, gibt es spezielle Programme, mit denen du einzelne PDFs zu einem Ganzen zusammenfügen kannst. Einfach danach googeln

Geldscheine und Münzen liegen auf dem Tisch

Wie gebe ich die Gehaltsvorstellung richtig an?

Als Trainee kannst du bestimmten Tarifverträgen zugeordnet werden – oder dein Chef entscheidet, wie viel du bekommst. So oder so wird dein Gehalt oftmals vorgegeben. In einigen Fällen sollst du allerdings deine Gehaltsvorstellung angeben. Sofort schießen dir tausend Fragen durch den Kopf: Was bin ich wert? Wie viel kann ich verlangen? Was ist zu viel? Was ist zu wenig? Soll ich taktisch vorgehen? Keine Sorge, mit diesen Regeln, bist du als Bewerberin oder Bewerber auf der sicheren Seite:

  • Deine Gehaltsvorstellung gibt’s du als jährlichen Bruttobetrag an – nenne immer eine konkrete Zahl.
  • Traineegehälter unterscheiden sich von Branche zu Branche: Informiere dich online über das in deiner Branche übliche Gehalt.
  • Die Unternehmensgröße beeinflusst deinen Verdienst: Bis zu 10.000 Euro brutto jährlich und mehr können zwischen der Vergütung in einem Unternehmen mit unter 100 und der in einem Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern liegen.
  • Deine Gehaltsangabe steht im letzten Absatz deines Anschreibens und könnte wie folgt lauten: „Aufgrund meiner Qualifikation und Fähigkeiten liegt meine Gehaltsvorstellung bei XYZ Euro brutto im Jahr.“

Expertentipp:

Hast du dich ausgiebig über das branchenübliche Gehalt informiert, kannst du dich ruhig trauen, eine exakte Summe zu nennen. Damit zeigst du deinem potenziellen Arbeitgeber, dass du deine Hausaufgaben gemacht hast und deinen Marktwerkt genau kennst. Gibst du beispielsweise 30.500 Euro statt 30.000 Euro an, ist es zudem wahrscheinlicher, dass der Personaler in der Verhandlung in gleich kleinen Schritten runterhandelt – und der Verlust für dich nur halb so wild ist.

Trainee schreibt eine E-Mail Bewerbung

Was muss ich bei einer E-Mail Bewerbung beachten?

Neue Nachricht von honey.bunny@mail.de. „Spam“ denkt sich spätestens der Personaler, wenn die Mail nicht schon automatisch im Müll landet. Du denkst: „Warum bekomme ich keine Antwort?“ Also, bevor du dem Unternehmen Lustlosigkeit bei der Beantwortung von Mails vorwirfst, überlege, ob du folgende Sachen beachtet hast:

  • Seriöse E-Mail-Adressen wirken Wunder! Im besten Fall sollte die Adresse lediglich aus deinem Namen bestehen und nur wenn nötig, einen Zusatz beinhalten. Die meisten Uni-Mail-Adressen werden zum Beipiel nach diesem System vergeben: max.mustermann@uni-musterstadt.de. Es ist aber trotzdem sinnvoll, sich eine weitere seriöse E-Mail-Adresse zuzulegen, denn in den meisten Fällen hast du nach Abschluss deines Studiums keinen Zugriff mehr auf deinen Uni-Account.
  • Checke vorher, an wen die Mail zu senden ist. Wenn in der Stellenanzeige keine Mailadresse angegeben ist, recherchiere auf der Unternehmenswebsite oder – ja wirklich – greife zum Telefon und frag höflich nach. Im Anschreiben kannst du bei Bedarf auch auf das Telefonat verweisen, also Namen notieren!
  • Formuliere deinen Betreff eindeutig – nur „Bewerbung“ zu schreiben, reicht nicht! Der Job, auf den du dich bewirbst, sollte definitiv auftauchen – eventuell auch eine Kennziffer oder Job-ID, die in der Stellenanzeige stehen könnte. Übrigens: Im angehängten Anschreiben sollte die Stellenbeschreibung nicht anders lauten!
  • Klar, du kennst dich aus, aber verwende keine HTML-Formatierungen. Mag gut aussehen, ist aber nicht in allen Unternehmen zugelassen und es kann zu Darstellungsproblemen kommen.
  • Benutze immer die gleiche Schriftart – ja genau, E-Mail und PDF-Dokumente sollten im Schriftbild übereinstimmen!
  • Nicht unzählige Dateien anhängen! In der Regel sollten deine gesamten Bewerbungsunterlagen in einer PDF-Datei gebündelt werden.
  • Auch das Bewerbungsfoto wird nicht extra angehängt. Es gehört in deinen Lebenslauf. Und auf das Deckblatt deiner Bewerbung, sofern du eines hast.
  • Hast du für die Bewerbung relevante Online-Profile bei bekannten Portalen? Verlinke diese ruhig in deiner E-Mail-Signatur – vielleicht hast du dich auch getraut, sie schon im Lebenslauf zu nennen.
  • Du willst auf Nummer sicher gehen und hast schnell eine Lese-und Empfangsbestätigung drangepackt? Für dich cool, für den Empfänger nervig. Zudem auch meistens unnötig, da du in der Regel kurz nach dem Versand deiner Mail eine Empfangsbestätigung bekommen solltest. Ist das nicht der Fall, warte zwei Wochen und greife dann zum Telefon, um freundlich nachzufragen, ob deine Mail eingegangen ist. Bis zu einer persönlichen Rückmeldung, kann jedoch mehr Zeit vergehen. Abhängig von der Bewerberzahl und der Größe des Unternehmens dauert es zwischen zwei Wochen und zwei Monaten – manchmal sogar drei Monaten – bis du eine Rückmeldung bekommst. Nach drei bis vier Wochen Wartezeit kannst du dich aber auch erkundigen, wie der Stand ist und wann du mit einer Rückmeldung rechnen kannst
  • E-Mail und Anhang sollten nicht mehr als 5 MB haben und keine ZIP-Dateien enthalten!
  • Fasse alle Dateien zu einer PDF zusammen – Gratistools kannst du hierfür leicht googeln.
  • Für den Inhalt deiner Mail hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst dein Anschreiben entweder direkt in die Mail kopieren und nur Lebenslauf und Zeugnisse als PDF anhängen oder du packst dein Anschreiben zum PDF dazu. Dann brauchst du aber trotzdem Text in deiner E-Mail – ohne geht’s nicht. Denn der Personaler muss wissen, worum es geht.

Beispiel:

Sehr geehrte/r Frau/Herr Mustermann,

anbei erhalten Sie meine Bewerbung für Ihre ausgeschriebene Stelle als Marketingmanager. Warum ich die Stelle optimal ausfüllen kann und Ihrem Unternehmen durch meine Erfahrungen im Bereich B2B- und B2C-Marketing zahlreiche Vorteile biete, entnehmen Sie bitte meinen angehängten Bewerbungsunterlagen.

Ich freue mich auf ein persönliches Vorstellungsgespräch.

Mit freundlichen Grüßen (Wichtig: An dieser Stelle kein Komma!)

Max Mustermann

Insidertipp:

Nachfragen: So geht’s richtig

1. Fehler ausschließen: Bevor du nachfragst, wie der Stand deiner Bewerbung ist, solltest du deine Unterlagen kurz prüfen. Stimmen Ansprechpartner und Betreff, ist die Bewerbung auch sicher eingegangen?

2. Entscheidung treffen: Telefon oder E-Mail? Du hast nun zwei Möglichkeiten, dich beim Unternehmen zu melden. Entweder schickst du eine kurze Mail raus oder du kontaktierst das Unternehmen telefonisch. Ein Anruf hat den Vorteil, dass du nicht erneut in eine nervenaufreibende Lauerposition gerätst und zum Warten auf eine Antwort gezwungen wirst.

3. Die richtigen Worte finden: Ob mündlich oder schriftlich, Höflichkeit und Zurückhaltung sind gefragt. Achte darauf, ob dein Gesprächspartner gestresst ist und überhaupt Zeit für dich hat und biete ihm im Zweifelsfall einen Rückruf an. Formuliere die Nachfrage nicht als Vorwurf, sondern betone lediglich freundlich dein Interesse an dem Praktikum.

Trainee sitzt im Vorstellungsgespräch

WAS ERWARTET MICH IM VORSTELLUNGSGESPRÄCH ALS TRAINEE?

Bis jetzt war dein Gegenüber nur eine vage Vorstellung in deinem Kopf – jetzt nimmt er oder sie Gestalt an. Denn deine Bewerbung war erfolgreich, hat überzeugt und die Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch kommt per Post oder Mail hereingeflattert. Manchmal gibt es auch einen persönlichen Anruf.

In jedem Fall heißt es jetzt erstmal tief durchatmen und cool bleiben, denn ein Bewerbungsgespräch ist nicht nur für den Personaler planbar, sondern auch für dich! Je besser du vorbereitet bist, desto souveräner dein Auftritt. Vor allem solltest du aber eines unbedingt vermeiden: Unpünktlichkeit!

Weder Stau und Zugausfall noch defekter Wecker oder nicht gefundener Weg sind gute Gründe, dein zu spätes Auftauchen zu entschuldigen, denn: Diese Dinge sind kalkulierbar! Wer als Bewerber früh genug da ist, sieht entspannter und weniger gestresst aus. Zudem hast du Zeit, dich in Ruhe umzuschauen – bei größeren Firmen findest du vielleicht nicht direkt den Weg zum richtigen Büro oder du musst sogar einen Besucherschein ausfüllen. Dann geht es zum Meetingraum, ins Büro des Personalers oder der Geschäftsleitung oder, bei einem kleinen Start-Up, vielleicht sogar ins Café gegnüber.

Bis hierhin bist du also gekommen, aber was erwartet dich nun, wenn der Personaler dich zum persönlichen Gespräch bittet? Die meisten Bewerbungsgespräche weisen ein ähnliches Muster auf. Soviel vorweg: 30 bis 60 Minuten solltest du für dein Gespräch einplanen. Du musst dich in dieser Zeit aber nicht um Kopf und Kragen reden, sondern kannst dich an Folgendem orientieren:

Die Smalltalkphase (etwa 5 Minuten): Die Phase beginnt, sobald der Personaler dich zum Gespräch bittet und sie ist sehr wichtig, denn: die ersten 20 Sekunden entscheiden – nicht unbedingt, ob du den Job bekommst, aber auf jeden Fall, ob dein Gegenüber dich sympathisch findet und dir Vertrauen entgegenbringt.

Also, freundlich und höflich auf den Personaler zugehen, warten, bis er dir die Hand reicht, beim kurzen, kräftigen Händedruck namentlich vorstellen und den Blickkontakt aufrechthalten. „Wie geht es Ihnen?“, „Haben Sie gut hergefunden?“ sind häufig Fragen, die den Smalltalk eröffnen.

Die Kennenlernphase (etwa 10-15 Minuten): Als Bewerber stehtst du im Rampenlicht! Deine Story, dein Lebenslauf, das Wie und Warum – frei nach dem Motto: „Erzählen Sie etwas über sich!“ Jetzt musst du dein Plus an Informationen raushauen, denn deinen Lebenslauf kennt der Personaler.

Übrigens: Du solltest deinen Lebenslauf auch genauestens kennen und bei Nachfragen des Personalers nicht denken: „Ach wirklich? Das steht da drin?“ Wenn du über deine vorherigen Projekte und Aufgaben bestens Bescheid weißt, kannst du die Antworten auf die folgenden Fragen viel besser mit Inhalt füllen. Welche Qualifikationen bringst du für den Job mit? Wie hast du sie erworben? Wie kannst du sie einsetzen? Warum strebst du die Stelle als nächsten Karriereschritt an?

Das sind Fragen, die du versuchen solltest, in deiner Vorstellung zu beantworten. Hier kannst du deine Softskills präsentieren. Aber: Bring Beispiele!

Beispiel: „Bei meinem Praktikum haben wir im Team den Facebook-Auftritt des Unternehmens ausgearbeitet und eine Reihe von Posts entwickelt, um die Zielgruppe auf das neue Produkt aufmerksam zu machen. Es war spannend, unterschiedliche Ideen zu sammeln und zu einem Konzept zusammenzuführen.“ So könntest du zum Beispiel deine Teamfähigkeit präsentieren. Sei darauf gefasst, dass hier auch Rückfragen vom Personaler gestellt werden!

Die Vorstellungsphase (etwa 10-15 Minuten): Du hast deinen Auftritt gehabt, aber auch das Unternehmen möchte noch „time to shine“ haben, denn nicht nur du stellst dich vor, auch das Unternehmen hat etwas vorzustellen – sich und die Stelle im Besonderen. Aber: Nicht abschalten und berieseln lassen, sondern dranbleiben und selbst clevere Fragen stellen – aber nicht ins Wort fallen.

So wird deutlich, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Kommst du während dieser Phase nicht dazu, Fragen zu stellen ist, das kein Problem. Halte Zettel und Stift bereit und mache dir Notizen.

Die Rückfragenphase (etwa 10 Minuten): Hier bekommst du offiziell die Chance, eigene Fragen zu stellen und Unklarheiten zu beseitigen. Nutze diese Chance und signalisiere dein Interesse. Doch Vorsicht! Jetzt bloß nicht nach Gehalt, Urlaubstagen oder Boni fragen – sondern versuchen, durch gezielte Fragen mehr über das Unternehmen und das Arbeitsklima zu erfahren. „Wie werden in Ihrem Unternehmen Talente und Stärken gefördert?“ wäre eine solche Frage.

Die Abschlussphase (etwa 5 Minuten): Alles ist gesagt, alles ist gefragt – oder? Weißt du zum Beispiel, wie es weitergeht? Wie lange dauert die Bewerbungsphase noch und wann kannst du mit einer Antwort rechnen? Das sind Dinge, die du jetzt noch ganz in Ruhe klären kannst.

Expertentipp:

Du solltest immer noch eine zweite Bewerbermappe dabei haben. Falls der Personaler sein Exemplar verschludert hat, hast du gleich Ersatz parat.

Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch richtig rüberbringen

Der Mythos lebt: Die altbekannte Frage nach den Stärken und Schwächen. Eigentlich wird sie mittlerweile immer seltener so platt gestellt, aber selbst wenn, alles halb so wild – du kannst dich vorbereiten.

Überlege gut, welche deiner Stärken in Bezug auf die Stelle einen Mehrwert bieten und zähle nicht nur auf, sondern gib Beispiele. Nun zu den Schwächen – schon mal vorweg: Der größte Fail ist es zu sagen: „Habe ich nicht“. Sich als wandelnde Katastrophe darzustellen, wäre auch nicht wirklich clever. Was das für dich heißt? Ein, zwei Schwächen zu nennen, reicht völlig aus, sie sollten aber dein zukünftiges Aufgabenfeld nicht beeinträchtigen. „Ich kann nicht gut mit Menschen umgehen“ wäre im Bereich Human Ressources nicht bloß eine Schwäche, sondern zurecht ein Ausschlusskriterium. Auch Sprüche wie „Bei Schokolade werde ich schwach“ sollten nicht zu deinem Repertoire gehören.

Die eigene Schwäche zur Stärke machen? Auch das kann dünnes Eis sein! „Manchmal bin ich zu perfektionistisch“ – auch das ist ein No-Go! Wichtig ist, dass du zeigst, dass du selbstreflektiert bist, Schwächen erkennst und in der Lage bist, daran zu arbeiten. Beispiel: „Manchmal bin ich etwas unorganisiert, aber ich habe gemerkt, dass mir eine To-Do-Liste hilft.“ Schwäche genannt, Schwäche erkannt, Problem gelöst, Punkt für dich!

Body Language: Auch dein Körper spricht!

Achte darauf, dass dein Körper im Gespräch keine andere Geschichte erzählt als du. Deine Körpersprache gibt nämlich eine Menge über dich und dein Empfinden preis. Das Gute: Du kannst selbst dafür sorgen, dass eure Story übereinstimmt.

Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst. Gute Vorbereitung gibt ein Gefühl der Sicherheit und trägt zum Wohlbefinden bei. Also versuche im Voraus etwas über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle in Erfahrung zu bringen, überlege, warum du das Perfect Match bist und versuche, ein Bewerbungsgespräch durchzuspielen. Je sicherer du dich fühlst, desto weniger verkrampft ist deine Haltung – und das ist wichtig.

Lass deine Schultern ruhig etwas locker, aber achte darauf, dass du dich nicht verschließt. Ellenbogen auf dem Tisch, Kopf mit den Händen abstützen und die Beine lässig übereinanderschlagen – mehr No-Go geht nicht! Eine aufrechte und offene Haltung wirkt sympathisch, vermittelt Selbstsicherheit und gibt deinem Gegenüber zu verstehen, dass du, welche Aufgaben auch immer auf dich zukommen, die Sache im Griff hast.

Jetzt nur noch den Blickkontakt mit deinem Gegenüber suchen und für eine Weile aufrecht halten – so signalisiert du deinem Gegenüber, dass du interessiert und offen bist und ihm auf jeden Fall zuhörst. Bestätigende Gesten wie ein kurzes Nicken oder ein freundliches Lächeln zeigen, dass du bei der Sache bist und den Worten deines zukünftigen Arbeitgebers folgst.

Trainee im Telefoninterview

TELEFONINTERVIEW VS. SKYPEINTERVIEW

Dein Telefon klingelt, die Nummer ist unbekannt. Jetzt bloß nicht „Waz uuup?“ in den Hörer brüllen! Du erinnerst dich – deine Bewerbung? Auch Personaler greifen öfter zum Telefon, um vor dem eigentlichen persönlichen Bewerbungsgespräch den potenziellen Kandidaten auf den Zahn zu fühlen und sich einen ersten Eindruck vom Bewerber zu verschaffen.

Auch ein Skypeinterview ist möglich, aber keine Sorge – das geht geplant von statten. Ein Telefon- oder Skypeinterview ersetzt jedoch selten das persönliche Gespräch vor Ort, es sei denn dein Arbeitgeber befindet sich im Ausland. Dann kann ein Skypeinterview dir Aufwand und Reisekosten ersparen und auch der Personaler vor Ort bekommt so schneller die gewünschten Informationen.

Ob Telefon oder Skype – das Interview unterscheidet sich im Wesentlichen nicht viel von einem persönlichen Bewerbungsgespräch.

Telefoninterview

  • Meistens bekommst du einen festen Termin.

  • Sorge für Ruhe – Radio, Fernseher ausschalten und Anwesende um Ruhe bitten.

  • Zeig Interesse und bringe die Kommunikation selbst in Gang, indem du Fragen stellst.

  • Es erwarten dich Fragen wie im Vorstellungsgespräch.

  • Gegen Ende wirst du auch noch Fragen stellen können – tu es.

  • Don‘t: die Geldfrage stellen.

  • Do: Fragen von Arbeitskleidung bis Zusatzqualifikation.

  • Notiere nach dem Gespräch, was du erzählt hast – im späteren Vorstellungsgespräch solltest du dir nicht selbst widersprechen.

Skypeinterview

  • Du bekommst einen festen Termin.
  • Be professionel: Klar, du bist zu Hause, aber mit Jogginganzug vor dem Rechner hängen, geht nicht.
  • Der Stelle entsprechend kleiden – business oder etwas lockerer, je nach Branche und Arbeitgeber.
  • Stellst du fest, dass dein Gesicht auf dem Bildschirm sehr glänzt, heißt es, abpudern – ja, auch der Herr!
  • Optimale Kameraposition finden. Es sollte hauptsächlich dein Gesicht (mit Schultern) zu sehen sein, trotzdem solltest du in angenehmer Position vor dem Bildschirm sitzen
  • Achte auf das richtige Licht: Dein Gesicht sollte gleichmäßig ausgeleuchtet sein. Leuchte dazu zunächst den Hintergrund gut aus. Wichtig: Strahle dein Gesicht nicht frontal an – das Licht sollte von der linken und rechten Seite kommen, um Schatten zu vermeiden.
  • Sorge für eine stabile Verbindung: Downloads beenden, Programme schließen.
  • Teste alle Grundeinstellungen vorher mit einem Freund!
  • Außer dir sollte niemand im Bild zu sehen sein.
  • Sorge für einen möglichst neutralen Hintergrund
  • Stelle dir ein Glas Wasser in die Nähe, falls der Mund mal trocken wird.
  • Kein Kaugummi kauen.
  • Headset benutzen – es verbessert die Sprachqualität enorm und vermindert Umgebungsgeräusche.
  • Wichtige Facts kannst du dir an den Rand vom Bildschirm kleben, aber nicht die ganze Zeit draufstarren!
  • Am Ende hast du auch hier die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen – tu es!
  • Die Frage nach dem Gehalt – ist es bereits ein Gespräch in einer weiteren Runde des Bewerbungsverfahrens, kann man sie durchaus stellen.
  • Wirst du nach deinen Gehaltsvorstellungen gefragt, solltest du eine klare Vorstellung davon haben.
Trainees im Assessment Center

WAS ERWARTET MICH IM ASSESSMENT CENTER ALS TRAINEE?

Nicht nur du hast die Qual der Wahl bei den Traineeprogrammen, sondern auch das Unternehmen, denn noch bist du nicht der oder die Auserwählte.

Das Assessment Center ist daher eine beliebte Methode bei der Bewerberauslese. Es dient der Einschätzung und Beurteilung der Jobanwärter, wobei genau geprüft wird, ob du die richtigen Qualifikationen für die ausgeschriebene Stelle mitbringst. Dabei wird das Assesment Center entweder vom Unternehmen selbst durchgeführt oder von externen Beratern.

Abhängig von der Größe des Unternehmens finden solche Assessment Center in den Tagungs- und Konferenzräumen der Firmenzentrale oder in Tagungsräumen von größeren Hotels statt. Dabei besteht eine Teilnehmergruppe typischerweise aus vier bis acht Personen. Hinzu kommen noch die Beobachter, die die Teilnehmer bei der Durchführung der Aufgaben genau im Blick haben. Dabei kommt ein Beobachter häufig auf einen bis zwei Teilnehmer.

In der Regel gibt es dabei mehrere Runden. Das heißt für dich: Ein Assessment Center ist nicht „mal eben“ erledigt, sondern dauert zwischen einem halben und drei Tagen, je nach Umfang. Am Ende entscheidet sich, welcher Teilnehmer besonders geeignet erscheint. Aber wie geht das nun genau?

Mit einer Reihe von Tests, Aufgaben und Gesprächen. Dabei geht es nicht nur um fachliches Know-how, sondern auch um die vielbesungenen Soft Skills. Wie teamfähig und wie kompromissbereit bist du? Wie reagierst du unter Druck und Stress? Ein immer gleiches Programm an Aufgaben gibt es dabei natürlich nicht, denn sie sind abhängig vom Unternehmen und von der ausgeschriebenen Stelle. Schließlich sollen die einzelnen Stationen verraten, ob du menschlich und fachlich diesem speziellen Aufgabenbereich gewachsen bist.

Die Palette der Aufgaben umfasst dabei unter anderem Postkorbübungen, Rollenspiele, Gruppendiskussionen, Wissens- und Intelligenztests sowie Selbstpräsentationen. Wie beim Vorstellungsgespräch gilt auch hier: Vorbereitung ist alles! Mach dich mit dem Unternehmen vertraut, überlege dir bestimmte Punkte, die du über dich preisgeben willst – zum Beispiel deine Stärken und Schwächen – und bleib immer höflich.