Deine Bewerbung als Trainee - Vom Anschreiben bis zum Vorstellungsgespräch


Die Bewerbung für ein Trainee oder Volontariat

Mit deiner Bewerbung willst du natürlich vor allem eines: Deine potentiellen Arbeitgeber von dir überzeugen. Du hast ganz unterschiedliche Möglichkeiten dich zu bewerben: Durch eine „normale“ postalische Bewerbung, ein Online Formular oder – in sehr modernen Unternehmen – sogar über ein Skype Interview. Unabhängig davon, auf welche Art und Weise du dich bewirbst, gibt es einige Grundregeln zu beachten.

Natürlich spielt neben dem Inhalt deiner Bewerbung als Trainee auch die Form eine große Rolle. Grundsätzlich kann man deine gesamte Zeit als Trainee als Bewerbung ansehen. Indem du gute Arbeit ablieferst, dich gut mit deinen Kollegen verstehst und dich mit deinem Unternehmen identifizieren kannst, bewirbst du dich für eine höhere Position im Anschluss an dein Traineeprogramm. Darum haben wir dir die wichtigsten Tipps für die perfekte Bewerbung zusammengestellt.

Die Bewerbung für ein Trainee oder Volontariat

Das richtige Bewerbungsdesign auswählen

Das Design einer Bewerbung spielt eine entscheidende Rolle. Wirkt es professionell und einheitlich, steigerst du deine Chancen, in die nächste Runde aufgenommen zu werden und somit deine Aussichten auf den Job oder die Ausbildungsstelle.

Um sich aus der Masse abheben zu können, ist die Idee, eine Bewerbung zu verfassen, die sich von anderen abhebt, nicht schlecht. Hierbei kommt es auch stark auf die Branche an, für die du dich bewirbst. Möchtest du als Webdesigner oder in der Werbebranche tätig werden, kann auch deine Bewerbung etwas ausgefallener gestaltet sein als beispielsweise bei einer Bewerbung als Jurist. Dennoch gilt auch hier für das Design deiner Bewerbungsunterlagen: form follows function!

Wie schreibe ich das Anschreiben?

Das Anschreiben ist so ziemlich die größte Herausforderung beim Schreiben einer Bewerbung. Der Lebenslauf ist schnell zusammengetragen, Zeugnisse und Urkunden sind schnell kopiert – aber ein überzeugendes Anschreiben zu formulieren hat schon so manch einen in die pure Verzweiflung getrieben. Hinter deinem Anschreiben als Trainee steckt jedenfalls eine Menge Arbeit.

Grundsätzlich gilt es auf zwei verschiedene Ebenen zu achten: Den Inhalt und die Form. Natürlich ist der Inhalt wichtiger als die Form – trotzdem bedingt das eine auf jeden Fall das andere. Du wirst wahrscheinlich nirgends ein Anschreiben finden, das inhaltlich top und formal ein totaler Flop ist.

Was gehört in die Kopfzeile?

Die Kopfzeile in der Bewerbung enthält zum einen deine Kontaktdaten, zum anderen befinden sich in ihr auch die Kontaktdaten des Unternehmens, bei welchem du eine Stelle anstrebst. Dabei konzentrierst du dich auf Namen und Adresse. Am Anfang der Kopfzeile der Bewerbung steht also dein Name, gefolgt von deiner vollständigen Adresse.

Zusätzliche Informationen wie deine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse kannst du in der Kopfzeile mit angeben, du kannst dies aber auch in deinem Lebenslauf tun und dich im Bewerbungsschreiben nur auf die nötigen Angaben beschränken. Nachdem du deine Kontaktdaten angegeben hast, folgen die des Empfängers. Auch hier gibst du Namen und vollständige Adresse des Unternehmens an, bei welchem du dich bewerben möchtest. Zu der Kopfzeile der Bewerbung gehören zudem der Ort und das Datum, an welchem das Bewerbungsschreiben fertiggestellt und abgeschickt wurde.

DIE BETREFFZEILE IN DER BEWERBUNG RICHTIG FORMULIEREN

Formuliere eine kurze und prägnante Betreffzeile, in der du angibst, für welche Stelle du dich bewirbst und kurz auf die Anforderungen eingehst, die der Job an dich stellt. Um die Betreffzeile der Bewerbung optisch hervorzuheben, wird er in der Regel fettgedruckt geschrieben. Zudem kannst du ihn um eine Schriftgröße erhöhen. Verzichte aber darauf, die Betreffzeile der Bewerbung in einer anderen Farbe darzustellen oder mit Schattierungen oder sonstigen Word-Extras zu arbeiten.

Der Betreff der Bewerbung könnte daher beispielsweise lauten:

Bewerbung als Finanzberater oder Bewerbung um eine Ausbildungsstelle bei der Muster GmbH im Bereich Controlling

Positive Charaktereigenschaften richtig im Anschreiben nennen

Bei der Bewerbung ist es wichtig, dass das Unternehmen, bei welchem du dich bewirbst, einen Eindruck von deiner Persönlichkeit und deinen Fähigkeiten bekommt und du zudem verdeutlichst, warum du einwandfrei in das Unternehmen passt. Allerdings solltest du hierbei darauf achten, dass du das Genannte auch einhalten kannst. Immerhin tust du dir keinen Gefallen, wenn du jemanden mit deinen positiven Charaktereigenschaften in der Bewerbung beeindrucken möchtest, sie aber letztendlich gar nicht wirklich umsetzen beziehungsweise einhalten kannst.

Gehaltsvorstellungen richtig angeben

Du hast eine spannende Traineestelle gefunden und möchtest dich darauf bewerben. Der Haken: In der Stellenausschreibung wird verlangt, dass du deine „Gehaltsvorstellung p.a.“ angibst. Ehe du jetzt aus Verunsicherung beschließt, lieber eine andere Stelle zu suchen, kannst du aufatmen: „p.a.“ bedeutet nicht anderes als per annum, was lateinisch „pro Jahr“ heißt. Beim Angeben deiner Gehaltsvorstellungen solltest du folgendes beachten:

  • Grundsätzlich solltest du zunächst wissen, dass deine Gehaltsvorstellung p.a. immer als Bruttobetrag aufgefasst wird.

  • Die üblichen Traineegehälter gehen in den einzelnen Branchen sehr stark auseinander. Darum solltest du dich genau informieren, mit welchem Gehalt du ungefähr rechnen kannst.

  • Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Größe des Unternehmens: Bis zu 10.000 Euro und mehr Unterschied kann zwischen der Vergütung in einem Unternehmen mit unter 100 und der eines Unternehmens mit über 1000 Mitarbeitern liegen.

  • In deinem Anschreiben solltest du erst so wichtige Dinge klarmachen wie den Grund, warum du gerade in dieses Unternehmen willst und weshalb du dafür auch besonders geeignet bist. Erst dann folgt im letzten Absatz deine Gehaltsvorstellungen p.a.

  • Am sichersten ist es übrigens, wenn du eine Spanne angibst und keine exakte Summe.

  • Achtung, wenn du nicht aufgefordert wirst, in der Bewerbung ein Gehalt anzugeben, das dir passend erscheint, kann das daran liegen, dass es nichts zu verhandeln gibt.

Gehaltsvorstellungen richtig angeben

Anlagen richtig auflisten

Hast du alle deine Dokumente beisammen, erstellst du für die Auflistung der Anlagen eine besondere Seite. Rechtsbündig gibst du oben auf dieser Seite deinen Namen, deine Adresse und deine Kontaktdaten an. Deinen Namen, der allein in der obersten Zeile steht, schreibst du in fetten Buchstaben. Linksbündig und mit so vielen Leerzeilen dazwischen, dass die Liste etwa auf der halben Höhe der Seite beginnt, verfasst du deine Liste. Du überschreibst sie in fetten Buchstaben mit „Anlagenverzeichnis“. Hier wie auch beim Namen solltest du nicht der Versuchung nachgeben, die Schriftgröße zu verändern – es reicht, wenn die Wörter fett geschrieben werden. Nach einer Leerzeile beginnst du mit dem neuesten Dokument, das bei den Anlagen ganz oben liegt. Du gibst jetzt ein Dokument pro Zeile an.

Hast du tatsächlich mehrere Praktikumszeugnisse oder vielleicht auch Weiterbildungszertifikate, kannst du die Dokumente thematisch bündeln und nach dieser Ordnung in der Bewerbung die Anlagen auflisten. Du beginnst mit dem aktuellen Arbeits- oder Praktikumszeugnis und fügst dahinter die älteren ein. Dann folgen die Zeugnisse von Studium, Ausbildung oder Schule und am Ende gegebenenfalls die Weiterbildungszertifikate.

Denk dran ...

Überleg bei jedem Dokument, das du mitschicken möchtest noch einmal: Ist es notwendig, dass dein potenzieller Arbeitgeber dies zu Gesicht bekommt? Anlagen interessieren Arbeitgeber wirklich nur, wenn sie sehr viel mit dem zukünftigen Arbeitsplatz zu tun haben.

Die Initiativbewerbung

Hat das Unternehmen ein Traineeprogramm, aber aktuell keine Stellen ausgeschrieben, besteht die Möglichkeit eine Initiativbewerbung zu verschicken. Wenn du eine Initiativbewerbung als Berufseinsteiger abschicken willst, musst du dich zunächst mit dem Unternehmen vertraut machen. Was tun sie, wie sieht die Firmenphilosophie aus, was ist in näherer und mittelfristiger Zukunft an Veränderungen zu erwarten? Noch wichtiger als bei allen anderen Bewerbungen ist bei der Initiativbewerbung, dass du komplett deutlich machst, warum es für dich ausgerechnet dieses Unternehmen und kein anderes sein soll.

Niemals ohne Nachhaken

Dass du dich aus eigenem Antrieb bei einer Firme bewirbst, heißt nämlich nicht, dass du die Leute dort überraschen sollst. Ruf in dem Unternehmen an. Such im Vorfeld schon die Nummer der Personalabteilung heraus, wenn das möglich ist, oder lass dich dorthin verbinden. Stell dich vor und erkläre, dass du gern eine Bewerbung einschicken würdest. Frage nach, wie es aktuell um freie Jobs bestellt ist und ob deine Mappe überhaupt erwünscht ist. In vielen Fällen werden die Zuständigen dir erklären, dass du deine Initiativbewerbung als Berufseinsteiger gern einschicken darfst, du aber etwas Geduld mitbringen musst.

Do’s im Anschreiben

  • Formuliere eine kurze und prägnante Betreffzeile, in der du angibst, für welche Stelle du dich bewirbst und kurz auf die Anforderungen eingehst, die der Job an dich stellt. Dabei darfst du gerne auch kreativ sein – dann stichst du aus der grauen Masse an Bewerbungen hervor. „Sie suchen eine Projektmanagerin?“ – Eine Frage als Betreff ist eine gute Möglichkeit. Für die Mutigen sind auch forsche Formulierungen wie „Guten Tag! Ich bin Ihr neuer Wirtschaftsinformatiker.“ eine Idee.

  • Schreibe den Verantwortlichen direkt an. Wenn du seinen Namen nicht kennst, rufe im Unternehmen an und frage danach. Dein Anschreiben als Trainee wirkt dann schon viel persönlicher und freundlicher.

  • Wiederhole nicht einfach deinen Lebenslauf. Gehe hier lieber darauf ein, in welcher Rolle du dich in dem Unternehmen siehst.

  • Lass dich verbessern! Dein Anschreiben als Trainee wird sicher nicht schon nach dem ersten Entwurf perfekt sein. Lass es also auf jeden Fall noch einmal Gegenlesen – zum Beispiel von deinen Freunden oder deinen Eltern.

  • Wage einen Blick auf das Vorstellungsgespräch. Das geht zum Beispiel durch den einfach Satz „Ich freue mich darauf, mich Ihnen in einem persönlichen Gespräch vorzustellen.“ – Auf jeden Fall solltest du dich aber nicht kleiner machen als du bist und daher auf den Konjunktiv verzichtet.

Don’ts im Anschreiben

  • Verzichte auf abgedroschene Floskeln à la „Hiermit bewerbe ich mich“ – da du ja eine Bewerbung schreibst, wird dem Personaler durchaus bewusst sein, dass du dich bei seinem Unternehmen bewerben möchtest.

  • Du bist „stressresistent“, „motiviert“ und „teamfähig“? Die anderen 63 Bewerber sind es sicher auch – zumindest, wenn man ihren Bewerbungen Glauben schenken mag. Statt solcher Allgemeinplätze solltest du in deinem Anschreiben als Trainee eher auf konkrete Stationen deines Lebens eingehen, die beweisen, welche positiven Eigenschaften du hast.

  • Komplizierte Schachtelsätze und unangebrachte Fremdwörter solltest du auf jeden Fall vermeiden. Das macht es dem Personaler nur schwer, deine Bewerbung zu lesen – und eine allzu überambitionierte Sprache, wirkt schnell unsympathisch.

  • „Hättest“, „würdest“, „könntest“ – jede Form des Konjunktivs gilt es auf jeden Fall zu vermeiden.

  • Eine zu lockere Verabschiedung wirkt unseriös. Die Floskel „Mit freundlichen Grüßen“ ist im Anschreiben als Trainee auf jeden Fall die richtige Wahl, denn sie ist weder persönlich („Liebe Grüße“) noch zu formal („Hochachtungsvoll“).

Was gehört in meinen Lebenslauf?

So ein Trainee-Lebenslauf ist ein aufgeräumtes Ding und folgt, wenn nicht anders verlangt, dem festen Schema eines tabellarischen Lebenslaufs:

  1. Kontaktdaten (E-Mail und Telefonnummer nicht vergessen!)

  2. Persönliche Daten machen den Anfang.

  3. Berufserfahrungen, Ausbildung und, falls vorhanden,

  4. Weiterbildungen und sonstige Qualifikationen.

Bevor du mit dem Schreiben beginnst, mach dir noch einmal bewusst: Ein guter Trainee-Lebenslauf ist deine eigene, ganz persönliche berufliche Biographie in Kurzform. Theoretisch kannst du alle Stationen deines Werdegangs, die dein Bewerbungsanschreiben zum Platzen gebracht hätten, nun hier auflisten. Praktisch solltest du zunächst überlegen, was du besonders hervorheben möchtest.

Bei den Stationen deines beruflichen Werdegangs gehst du anti-chronologisch vor. Den Personaler interessieren vor allem deine aktuellsten Erfahrungen in der Arbeitswelt, weil er sich dadurch am ehesten ein Bild von deinen Fähigkeiten und deinem Potenzial machen kann.

Du hast nur wenig Berufserfahrung vorzuweisen? Dann pick‘ dir aus den Tätigkeiten, die du gemacht hast, die Rosinen heraus und formuliere sie für deinen Trainee-Lebenslauf so, dass dein Arbeitgeber einen Mehrwert davon hat. Wenn du mehrere Jahre den Kinderturnverein in deiner Heimatstadt betreut hast, kann das ein Zeichen deiner Führungsstärke und Organisationsfähigkeit sein und einen Pluspunkt in deiner Vita bedeuten.

Lass Unwichtiges weg. Auch wenn dein ehrenamtliches Engagement im Karnevalsverein dir Spaß gemacht hat, in einem Trainee-Lebenslauf für eine Stelle in einem Chemielabor hat diese Info nichts verloren. Dass du in der Mittelstufe bei „Jugend forscht“ einen Preis für dein eigenes Chemieprojekt gewonnen hast, dagegen schon.

Was kommt zuerst: Anschreiben oder Lebenslauf?

Die korrekte Reihenfolge ist: Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf und dann die Anlagen

Was erwartet mich im Vorstellungsgespräch als Trainee?

Wenn du mit deiner schriftlichen Bewerbung überzeugen konntest, dann flattert hoffentlich bald die Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch in deinen Briefkasten oder dein E-Mail-Fach. Zu deinem neuen Job fehlt dann nur noch ein souveräner und sympathischer Auftritt. Na gut, manchmal auch noch ein Eignungstest oder gleich ein ganzes Assessment Center. Aber selbst dort kommt es früher oder später zum persönlichen Gespräch mit den Personalern. Wie du dort überzeugst und was es sonst noch beim Vorstellungsgespräch als Trainee zu beachten gibt, das verraten wir dir hier.

Pünktlichkeit

Als Trainee zum Vorstellungsgespräch zu spät aufzutauchen ist ein absolutes No-Go. Wenn du nicht einen wirklich, wirklich guten Grund hast, kannst du eigentlich direkt wieder nach Hause fahren. Sei also ruhig deutlich zu früh da, nimm lieber zwei Züge eher oder plane jeden möglichen Stau ein. Die Zeit, die du zu früh da bist, kannst du dann nutzen, um dich noch einmal zu sammeln, das Gespräch im Kopf durchzugehen, ein wenig zu smalltalken und auch die Atmosphäre in einem Unternehmen auf dich wirken zu lassen. Vielleicht musst du dich ja auch erst einmal auf dem Firmengelände zurechtfinden, einen Besucherschein ausfüllen oder durch eine Sicherheitskontrolle schlüpfen. Übrigens solltest du immer noch eine zweite Bewerbermappe dabei haben. Falls der Personaler sein Exemplar verschludert hat, hast du gleich Ersatz parat.

Die Körpersprache im Vorstellungsgespräch

Unsere Körpersprache ist ein spontaner und kaum lenkbarer Ausdruck unseres Innenlebens. Unbewusst senden wir unseren Gesprächspartnern Signale mittels unserer Körperhaltung oder dem Einsatz unserer Hände. Dennoch ist es hilfreich, wenn du lernst, auf deine Körpersprache im Bewerbungsgespräch zu achten und sie leicht zu verändern. Doch wie macht man es denn richtig? Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass du dich selbst wohlfühlst. Bleib entspannt und ruhig. Deine Haltung sollte dabei aufrecht und offen sein, aber nicht zu versteift wirken. Lass deine Schultern also ruhig etwas locker, aber achte darauf, dass du dich nicht verschließt.

Eine sichere und nicht verkrampfte Haltung gibt deinem gegenüber zu verstehen, dass du, welche Aufgaben auch immer auf dich zukommen, die Sache im Griff hast. Auch der Blickkontakt ist bei der Körpersprache im Bewerbungsgespräch sehr wichtig. Wenn du im Gespräch den Blickkontakt immer wieder suchst und für eine Weile aufrecht hältst, signalisiert dies deinem Gegenüber, dass du interessiert und offen bist und ihm auf jeden Fall zuhörst. Auch bestätigende Gesten wie ein kurzes Nicken oder ein freundliches Lächeln zeigen, dass du bei der Sache bist und den Worten deines Arbeitgebers folgst.

Seine Stärken und Schwächen im Vorstellungsgespräch richtig rüber bringen

Da ist das Vorstellungsgespräch bisher so gut gelaufen, doch dann kommt überraschend und überrumpelnd die Frage nach deinen Stärken und Schwächen. Denn du solltest dir unbedingt vorher etwas zu dieser Frage zurechtlegen. Sie kommt fast immer vor im Vorstellungsgespräch. Bei den Schwächen solltest du dich natürlich nicht als wandelnde Katastrophe darstellen. Ein, zwei Schwächen reichen völlig, außerdem dürfen sie dein zukünftiges Aufgabenfeld nicht beeinträchtigen. Dagegen kann eine gute Schwäche eine geschickt verpackte Stärke sein, so wie Unordnung von einem kreativen Geist zeugt. Außerdem wichtig: Immer gleich hinterher schicken, dass man bereit oder sogar schon dabei ist, an dieser Schwäche zu arbeiten.

Was zieh ich zum Vorstellungsgespräch an?

Selbstverständlich gehört auch ein ansprechendes Äußeres zum Vorstellungsgespräch als Trainee. Generell gilt es, gepflegt aufzutreten, vor allem aber dem Unternehmen angemessen. In einer Kreativbranche kann man es mit dem Dresscode schon mal lockerer halten, aber gerade im Wirtschaftsbereich geht nichts unter Business-Look. Das bedeutet Anzug und Krawatte für den Herrn, ein elegantes Kostüm oder ein Hosenanzug für die Dame.

Auf Jeden Fall sind tiefe Ausschnitte, Tennissocken, zu kurze Röcke, ausgelatschte Schuhe und generell Flecken und Löcher tabu. Außerdem sollte man nicht mit ungepflegtem Bart, unordentlicher Frisur oder zentimeterdicker Schminkschicht aufkreuzen. Wer ganz unsicher ist, der macht sich einfach vor dem Trainee Vorstellungsgespräch schlau, wie es im Unternehmen mit der Kleiderordnung gehalten wird, zum Beispiel durch einen Besuch vor Ort.

Was zieh ich zum Vorstellungsgespräch an?

Was dich als Trainee im Assessment Center erwartet

Freie Traineestellen sind heiß begehrt und wenn du dich auf eine solche Stelle bewirbst, dann kannst du dich schon mal darauf einstellen, gegen eine nicht gerade geringe Zahl an Mitbewerbern bestehen zu müssen. Auch für das jeweilige Unternehmen bedeutet das natürlich die Qual der Wahl. Eine beliebte Methode bei der Bewerberauslese ist das Assessment Center. Im Assessment Center geht es darum, dir und deinen Qualifikationen genauestens auf den Zahn zu fühlen. Dafür wird man dich in einer Reihe von Tests, Aufgaben und Gesprächen zum Tanz bitten.

Dabei geht es nicht nur um fachliches Knowhow, sondern auch um die vielbesungenen Soft Skills. Wie teamfähig und wie kompromissbereit bist du, wie reagierst du unter Druck und Stress? Welche Aufgaben genau dich als Trainee im Assessment Center erwarten, hängt ebenfalls von dem Träger und dem freien Job ab. Denn schließlich sollen die einzelnen Stationen verraten, ob du menschlich und fachlich diesem speziellen Aufgabenbereich gewachsen bist. Die Palette der Aufgaben umfasst dabei unter anderem Postkorbübungen, Rollenspiele, Gruppendiskussionen, Wissens- und Intelligenztests und Selbstpräsentationen.

Eine sorgfältige Vorbereitung ist als Trainee beim Assessment Center das A und O, ähnlich wie bei einem Vorstellungsgespräch. Mach dich mit dem Unternehmen vertraut, überlege dir bestimmte Punkte, die du über dich preisgeben willst – zum Beispiel deine Stärken und Schwächen – und bleib immer höflich.

Was Dich Als Trainee beim Telefoninterview erwartet

Nachdem du deine Bewerbung als Trainee abgeschickt hast und für deinen zukünftigen Arbeitgeber infrage kommst, muss es nicht direkt das Vorstellungsgespräch kommen. Häufig kann ein Trainee Telefoninterview auf dich warten, durch das schon mal ein Eindruck vorab gewonnen wird. Das Interview unterscheidet sich im Wesentlichen nicht viel von einem persönlichen Bewerbungsgespräch. Um bestens vorbereitet zu sein, solltest du einige Punkte beachten:

  • Nicht bei jedem Trainee Telefoninterview wird vorher ein Termin vereinbart. Für manche Personaler gehört die spontane Reaktion, genauso zum Interview wie Fragen zu deinem Lebenslauf. Wenn du aber gerade keine ruhige Minute hast, sodass weder du den Personaler verstehst, noch andersrum, könntest du höflich einen Rückruf vorschlagen.

  • Wenn es nicht gerade ein spontaner Anruf ist, wirst du meistens einen Termin bekommen, an dem du angerufen wirst. Da es jedoch kein Small Talk unter Freunden ist, würde eine Vorbereitung nicht schaden. Am besten schaust du dir noch mal deine eigenen Angaben an, damit es nachher nicht heißt: „In Ihrem Lebenslauf steht aber Sie könnten fließend Französisch sprechen.“

  • Falls du bei deiner zukünftigen Stelle einwandfreie Englischkenntnisse vorzeigen musst, solltest du auch im Gespräch spontan die Sprache wechseln können.

  • Um dich nicht in einem Gewirr aus widersprüchlichen Antworten zu verfangen, schreibst du am besten nach dem Gespräch alles auf, was hängen geblieben ist.

  • Um Interesse zu zeigen und eine Kommunikation in Gang zu bringen, solltest du genauso gut Fragen stellen. Beim Trainee Telefoninterview zwar nicht unbedingt zum Gehalt, aber zu sonst zu allem was dich interessiert – von Arbeitskleidung bis Zusatzqualifikation.