Was ist ein Trainee?

Alles zum Trainee | Definition, Tipps und Infos
Traineestellen sind perfekt dafür geeignet, um den Berufseinstieg erfolgreich zu meistern. Denn als Trainee kannst du dir von vornherein sicher sein, dass dein Arbeitgeber großes Potenzial in dir sieht. Aber, was ist ein Trainee jetzt eigentlich genau? In 12 bis 24 Monaten lernst du als Trainee in einem Unternehmen die unterschiedlichsten Abteilungen kennen, nimmst vielfältige Aufgaben war und wirst so auf eine spätere Führungsposition vorbereitet. Dazu gehören in vielen Fällen auch ein Auslandsaufenthalt und das Knüpfen von vielfältigen Kontakten. Besonders im wirtschafts- und ingenieurswissenschaftlichen Bereich sind Traineeships üblich, in den geisteswissenschaftlichen Fächern ist das Volontariat weitaus häufiger vertreten.

Bitte nicht verwechseln!

Ein Trainee ist per Definition kein Langzeit-Praktikant. Im Gegensatz zum typischen Praktikum haben Traineeprogramme den Zweck, dass du „trainiert“ wirst, um danach richtig im Unternehmen durchzustarten. Damit du viele Mitarbeiter und die verschiedensten Aufgabengebiete deines Arbeitgebers kennenlernst, wirst du während deiner Trainee-Zeit in mindestens zwei unterschiedlichen Positionen eingesetzt. Du hast also nicht nur die Chance auf eine Übernahme, sondern schon fast eine Garantie, dass es nach max. 2 Jahren mit einer Festanstellung weitergeht. Auch das Gehalt ist nicht mit der Vergütung eines Praktikanten zu vergleichen – die niedrigsten Gehälter liegen bereits bei 1200 Euro brutto pro Monat. Der durchschnittliche Trainee kann aber mit rund 3000 Euro im Monat rechnen und ist damit sogar manchem Direkteinsteiger voraus.

Ein flexibles Rahmenprogramm

Was ist ein Trainee, wenn nicht vielseitig? Niemand erwartet, dass du als Bewerber auf eine Traineestelle bereits als Spezialist auftrittst. Im Gegenteil, in manchen Traineeprogrammen musst du noch nicht mal wissen, welcher Bereich dich am meisten interessiert. Diese allgemeinen Traineeprogramme haben den Zweck, dass erst während der Zeit im Unternehmen festgestellt wird, wo deine Talente liegen. Fachtraineeprogramme führen dich zwar auch durch mehrere Abteilungen, aber hier weißt du von vornherein, dass deine „Endstation“ z.B. im Sales-Bereich oder im Projektmanagement liegen wird.

Da es keine allgemeingültige Trainee-Definition bzw. rechtlich verbindliche Standards gibt, solltest du dich im Vorhinein genauestens darüber informieren, was dich erwartet. Gerade mittelständische und große Unternehmen, die regelmäßig Traineestellen ausschreiben, haben feste Strukturen für ihre Traineeships. Hier ist auch ganz klar festgelegt, wie häufig du den Schwerpunktbereich wechselst, ob dich Auslandsaufenthalte erwarten und was für Zusatzprogramme es gibt.

Der Schlüssel zur Bewerbung: Deine Motivation

Bei der Bewerbung für eine Trainee-Stelle musst du nicht mit 10 Jahren Berufserfahrung glänzen, sondern vor allem mit deiner Persönlichkeit und viel Motivation überzeugen. Immerhin muss das Unternehmen das Gefühl haben, dass du langfristig an einer Zusammenarbeit interessiert bist und neue Ideen einbringen wirst. Du solltest in deiner Bewerbung also nicht nur durchscheinen lassen, dass du die Frage „Was ist ein Trainee?“ im Schlaf beantworten kannst, sondern vielmehr: „Was bedeutet es für mich, Trainee in Ihrem Unternehmen zu sein?“ Zudem hast du gute Karten, wenn du bereits etwas Erfahrung mitbringst – sei es durch Nebenjobs oder Praktika. Auch Auslandsaufenthalte sind häufig ein netter Bonus im Lebenslauf.

Grundsätzlich solltest aber auch du das Unternehmen genau unter die Lupe nehmen. Wie sind deine Karrierechancen und wie ist es um die Arbeitsatmosphäre bestellt? Damit du im Berufsleben glücklich bist und deine Traineestelle dir etwas bringt, solltest du so selbstbewusst sein, und dich wirklich nur auf Stellen bewerben, die du gerne antreten möchtest.